| OK Pressemitteilung
JUNGE KUNST / SZENE ÖSTERREICH Wo steht die junge Kunst/Szene in Österreich?
Die Ausstellung AM SPRUNG geht diesen Fragen nach
und stellt 32 vielversprechende Künstlerinnnen und Künstler
vor. Keine/r von Ihnen ist älter als 35 Jahre, sie kommen aus
allen Bundesländern oder leben als Angehörige anderer Nationen
in Österreich. Was Ihnen allen gemeinsam ist: Sie wurden von
namhaften KennerInnen der österreichischen Kunstszene zur Ausstellung
empfohlen. 18 in Österreich tätige MuseumsleiterInnen,
KuratorInnen und KunstkritikerInnen wurden gebeten, die für sie
spannendsten KünstlerInnen für die Ausstellung zu nominieren.
Von den 45 Nennungen hat das OK jene Positionen ausgewählt, die
mit Ihrer experimentellen, installativen oder medienbezogenen Ausrichtung
besonders gut in die Programmatik des OK passen. Von allen ExpertInnen
wurde zumindest ein Vorschlag berücksichtigt. SBV: Warum zeigt das OK die junge österreichische Szene? Martin Sturm: Wir verstehen unser Haus als Labor, als Ort für Experimente. Anders als das ´Haus der Kulturen der Welt´ in Berlin wollen wir nicht andere kulturelle Kontexte erfahrbar machen. Das OK soll mit der lokalen Atmosphäre und der nationalen Szene verbunden bleiben, räumlich wie in den Ausstellungen „Tiefenrausch“ und „Höhenrausch“ an verschiedenen Orten in der Stadt, aber auch inhaltlich wie jetzt „Am Sprung“. Wir nehmen die Herausforderung von Gegenwartskunst ernst und zeigen auch die nicht abgesicherten Positionen, die vielleicht in den nächsten zehn Jahren das Kunstfeld verändern werden. SBV: Lassen sich in Eurer Auswahl neue Tendenzen in der Kunst ablesen? MS: International gilt, dass die Postmoderne in der zeitgenössischen Kunst voll zugeschlagen hat, das zeigen etwa die aktuellen Biennalen. Es gibt keinen homogenen Kunstbegriff mehr und die Auswahl- kriterien sind äußerst unterschiedlich. Um die ganze Bandbreite des Vorhandenen zeigen zu können, haben wir deshalb KuratorInnen aus allen österreichischen Bundesländern eingeladen, je zwei bis drei KünstlerInnen vorzuschlagen –Die Auswahl daraus zeigt sehr gut, was zeitgenössische Formensprachen sind , welche Traditionen aufgegriffen werden: kollaboratives Arbeiten und Netzwerk-Konzepte, medienreflexive Ansätze, auch Skulpturen mit einfachen Mitteln, oft kleine Gesten – hier eine Intervention, dort ein überraschender Durchblick. Keine großen Erzählungen, keine große Theatralik oder Gestaltung des Ortes. SBV: Sind das nicht Tendenzen, die schon länger zu beobachten sind? MS: Man kann natürlich nicht einen neuen, überraschenden Trend erkennen. Wir sehen eher eine Fortsetzung, aber leichtfüßiger, mehr ästhetische Strukturen, auch in politischeren Arbeiten. SBV: Begründet sich Eure Auswahl auf solchen Beobachtungen? GR: Einerseits haben wir natürlich die Linie des Hauses berücksichtigt, mit Rauminstallationen und Medienarbeiten. Andererseits aber war uns ein breiter Schnitt durch die vielfältigen künstlerischen Strategien - von Fotografie, Film und Video über Interventionen, bis zu klassisch skulpturalen Ansätzen - wichtig. Und eine ganz praktische Entscheidung: Mehrfachnennungen wurden auf jeden Fall berücksichtigt.
Maria ANWANDER * 1980 in Bregenz, lebt und arbeitet in Wien Anna ARTAKER * 1976 in Wien, lebt und arbeitet
in Wien Ruben AUBRECHT * 1980 in Bregenz, lebt und arbeitet in Wien Catrin BOLT * 1979 in Friesach, lebt und arbeitet in Wien COLLABOR.AT Eva EGERMANN & Christina LINORTNER Siegfried A. FRUHAUF * 1976 in Grieskirchen (Oberösterreich). Lebt und arbeitet in Linz und Heiligenberg Nikolaus GANSTERER * 1974 in Klosterneuburg, lebt und arbeitet in Wien und Rotterdam Gregor GRAF * 1976 in Wien, lebt und arbeitet in Linz Björn KÄMMERER * 1977 in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern), lebt und arbeitet in Wien Leopold KESSLER * 1976 in München, lebt und arbeitet in Wien Johanna KIRSCH * 1980 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien Constantin LUSER * 1976 in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Graz mahony David RYCH * 1975 in Innsbruck, lebt und arbeitet in Berlin Pia SCHAUENBURG * 1977 in Mönchengladbach, lebt und arbeitet in Linz Fabian SEIZ * 1975 in Wien; lebt und arbeitet in Wien Kamen STOYANOV * 1977 Ruosse (Bulgarien), lebt und arbeitet in Sofiya (Bulgarien) und Wien Misha STROJ *1974 Laibach, lebt und arbeitet in Wien Adrien TIRTIAUX * 1980 in Brüssel, lebt und arbeitet in Wien Lea TITZ * 1981 in Graz, lebt und arbeitet in Wien Johannes VOGL WHITE CLUB Vorgeschlagen haben: NIEDERÖSTERREICH KÄRTNTEN in Zusammenarbeit mit Martin Sturm (Direktor OK), Genoveva Rückert (Kuratorin )
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