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Kraft des Materials, Vorläufige Ergebnisse eines Prozesses

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Veröffentlichung: 07.03.1992
Preis: Leider vergriffen!

93 Seiten
Mit Abbildungen
Deutsch/Englisch

Am Anfang des 19. Jahrhunderts befreite sich die Kunst aus ihren kirchlichen, höfischen und ständischen Funktionszusammenhängen. Die Produktion und Rezeption von Kunst zog sich aus dem öffentlichen Leben in die Abgeschiedenheit der Ateliers und Museen zurück. Autonome Kunst hatte nur ganz spezielle Orte, an denen sie sich ereignen konnte. Die als "White Cubes" eingerichteten Ausstellungsräume dienten nicht nur zur Abschirmung gegen außerkünstlerische Einflüsse, sondern hatten auch die Funktion, die einzelnen Werke weitestmöglich voneinander zu isolieren.
Inzwischen existiert der Gegensatz zwischen Kunst und Gesellschaft in seiner alten Form nicht mehr. Die Kunst ist zu einem eigenständigen sozialen System geworden. Heute ist die Gesellschaftsferne der Kunst, ihr Versuch, sich der Gesellschaft gegenüber zu verselbständigen, rein illusionär. Kunst kann ihre Eigenart nur noch durch Verselbständigung innerhalb der Gesellschaft ausbilden und entfalten. Die Entstehung des Künstlerischen muß darum in die gesellschaftliche Kommunikation verlagert werden: Kunst lebt heute nicht mehr in den Werken, sondern durch die Kommunikation über die Produktionen, die Werke genannt werden.
(Michael Lingner)

Beteiligte

Susanne Ahrendt, Christian Bartel, Sabine Bitter, Bernhard Cella, Aglaia Konrad, Georg Nussbaumer, Norbert Schweizer, Timm Ulrichs, Helmut Franz Weber. Kuratiert von Rainer Zendron.

Herausgeber

OK Offenes Kulturhaus OÖ

Ausstellung

1992, Kraft des Materials
7. März - 4. April 1992

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Kraft des Materials, Vorläufige Ergebnisse eines Prozesses