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Elisabeth Schimana, Obduktion, Intermediale Installation mit Projektionen von Thomas Freiler

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Veröffentlichung: 26.01.1996
Preis: 15 € inkl. Mwst.

79 Seiten
Mit Abbildungen
Mini CD und Folder als Beilage
Deutsch/Englisch
ISBN 3-85307-007-8

Das Hörstück "Obduktion" ist Teil einer intermedialen Installation mit Projektionen von Thomas Freiler, das von 25. Jänner bis 11. Feber im Offenen Kulturhaus Linz zu hören und zu sehen ist.

"Obduktion" setzt sich mit der Frage nach der materiellen (auch verwertbaren) und akustischen Wesensart des toten menschlichen Körpers auseinander: "Da ist nichts mehr, nur ein Stück leblose Materie", formuliert Elisabeth Schimana ihre Erfahrung, die sie im Obduktionssaal eines Spitals beim Beobachten der Vorgänge am Seziertisch machte. Sie nahm dabei die Geräusche auf, die beim Sezieren entstehen, sowie andere Neben-und Hintergrundtöne, die die Atmosphäre des Geschehens und des Ortes prägen. Die Bearbeitungsmethode des Originaltonmaterials gleicht dabei dem Seziervorgang: der leblose Körper wird in seine Einzelteile zerlegt, die Organe aus ihren Kreisläufen isoliert, sodaß jeder dieser Bestandteile als eigenständiges Objekt betrachtet werden kann; diesem Prinzip gemäß löst die Künstlerin bestimmte akustische Phänomene aus der Gesamtheit der Tonaufzeichnungen. Im Stück sind sie als abgeschlossene, vom übrigen Tonmaterial abgetrennte Geräusch-und Klangsequenzen zu hören: Wasserrauschen, Knochenbrechen, Knochensägen, Stimmen…
Texte werden verlesen, die sich auf den Tod beziehen.

Elisabeth Schimana: "Der Tod hinterläßt keinen Klang, allein die Lebenden schaffen die akustische Situation am Seziertisch, in die der Leichnam eingebettet ist".

Beteiligte

Elisabeth Schimana, Thomas Freiler. Kuratiert von Andrea Sodomka. Illustrationen von Thomas Freiler und Hans Danuser.

Herausgeber

Martin Sturm für OK Offenes Kulturhaus OÖ

Ausstellung

1996, Elisabeth Schimana: Obduktion
26. Jänner - 11. Februar 1996

Kaufinfo

Das Werk kann im OK Offenes Kulturhaus OÖ erstanden werden.