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Archiv X, Ermittlungen der Gegenwartskunst

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Veröffentlichung: 24.04.1998
Preis: 19,99 € inkl. Mwst.

246 Seiten
Zahlreiche Farbabbildungen
Deutsch/Englisch
ISBN 3-85307-015-9

"Der Buchstabe X markiert in Aktenarchiven die ungelösten oder unlösbaren Fälle. Das Archiv X versteht sich als eine Enzyklopädie, deren Berechtigung das Fragmentarische ist. Es ist ein Speicher, eine Datenbank, ein Informationsgebäude, das Segmente, Abschriften, Neuschreibungen versammelt. "Archiv" und "Enzyklopädie" sind in diesem Zusammenhang weniger Verweis auf konkret Archiviertes denn Chiffre für künstlerische Arbeit, verstanden als Re/Konstruktion von Wirklichkeit mit dem Wissen um die Unlösbarkeit dieser Akte."

So war die Einladung an die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler formuliert, sich dem Paradox "Archiv" zu nähern. An der Jahrtausendwende beansprucht dieses Thema verstärkt große Aufmerksamkeit. Es überrascht nicht, daß im Hinblick auf das Jahr 2000 - oder die Stunde Null - der Erhalt des Bestandes von Geschichte virulent wird. An der Schwelle zum digitalisierten Zeitalter wird ein Rückgriff auf Erinnerung und Gedächtnis und gleichzeitig ein Zugriff auf Informationen jedweder Art in Hinblick auf Zukunft mobilisiert.

Unbestreitbar ist, daß der Glaube an die Kontinuität von Geschichtsschreibung erschüttert ist, gleichwohl wird weiter daran geschrieben. Unbestreitbar ist aber auch, daß der virtuelle Raum keine Erlösung vom Archiv verheißt. Denn hier wie dort herrscht der Glaube an enzyklopädische Vervollständigung und die Geschichtsmächtigkeit des Gespeicherten. Es bleibt der Anspruch, aus den gefundenen Bausteinen ein Bild historischer und gegenwärtiger Wirklichkeit herzustellen.

So erweist sich die Figur des Archivs als unlösbares Programm, das "X" steht für die Unlösbarkeit des Falls. Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung ermitteln zur Paradoxie des Anspruchs, als verdeckte Fahndung archivarischer Methoden mit künstlerischen Mitteln.

Beteiligte

Laura Anderson Barbata (New York), Beusch/Cassani (Paris), Buillaume Bijl (Antwerpen), Jörg Brombacher/Klaus Heid (Karlsruhe), Alain Bublex (Lyon), Clegg & Guttmann (New York, San Francisco), Nicolas Collins (Berlin), Patrick Corillon (Paris), fuchs-eckermann (Wien), Karl-Heinz Klopf (Wien), Eva-Maria Kósa (Linz), Christian Marclay (New York), Rosângela Rennó (Rio de Janeiro), Katharina Struber (Linz). Kuratiert von Elisabeth Madlener und Elke Krasny. Mit Beiträgen von Paolo Bianchi, Boris Groys, Beatrice von Bismarck u.a.

Herausgeber

OK Offenes Kulturhaus OÖ

Ausstellung

1998, Archiv X. Ermittlungen der Gegenwartskunst.
24. April - 17. Juli 1998

Kaufinfo

Das Werk kann im OK Offenes Kulturhaus OÖ erstanden werden.