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Höhenrausch 2016

21. Mai 2016 – 16. Oktober 2016

Engel haben Konjunktur. Längst haben sie den Raum der Kirchen verlassen. Wir finden sie auf Postkarten und in Museumshops, auf Gebäudefassaden und in Baumärkten. Sie bevölkern Internetforen, Zeitschriften und Filme und nun auch den HÖHENRAUSCH.

Der HÖHENRAUSCH hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Vielfalt und Widersprüchlichkeit ans Licht zu holen. Mehr als 30 internationale Kunstprojekte nähern sich dem Thema auf unterschiedliche Weise.

KünstlerInnen:


Ilya und Emilia Kabakov RU/US

How to Meet an Angel, 1995 | 2016

Das Künstlerehepaar Ilya und Emilia Kabakov erzählt in ihren raumgreifenden Installationen Geschichten von unserem Streben nach Glück, von zeitweiligen Zweifeln und der Hoffnung, dass sich am Ende alles zum Guten fügt. How to Meet an Angel zeigt einen Mann am Ende einer Leiter, die Arme nach oben hin geöffnet, in der Hoffnung, in exponierter Höhe womöglich einem Engel zu begegnen. Ilya Kabakov zählte in den 1980er Jahren zu den maßgeblichen Protagonisten der dissidenten Moskauer Kunstszene. Er gilt als Erfinder der totalen Installation.

www.ilya-emilia-kabakov.com


MVD /DE, IT, AT

Alltagsengel, 2016

Engel sind alltäglicher als angenommen. Ihre Abbildungen sind vielmehr omnipräsent und variantenreich. Eine Auswahl davon findet sich im Eingangsbereich des Höhenrausch 2016. Sie versinnbildlichen die kulturelle Diversität der Engel, als tägliche Begleiter. Die Abbildungen wurden von MVD Austria als zweidimensionale Objekte reproduziert.

www.mvd.org


MVD /DE, IT, AT

Jukebox, 2016

Engel sind ein klassisches Motiv der Popmusik. Man ruft sie zur Hilfe oder zieht sie zur Anhimmelung oder Verteufelung der oder des Liebsten heran. MVD Austria hat mit Songs von Ella Fitzgerald bis INXS eine Jukebox in der Wunderkammer des Höhenrausch 2016 bestückt. Für musikalisch beflügelnde Momente während des Ausstellungsbesuchs.

www.mvd.org


Igor Grubić /HR

Angels with dirty faces, 2004–2006

Im Oktober 2000 treten die Arbeiter des Bergwerks im serbischen Bezirk Kolubara in den Streik. Der Künstler Igor Grubic solidarisiert sich mit ihnen. In Wim Wenders Film Wings of Desire sieht er eine Metapher der Situation. Grubić porträtiert die Bergarbeiter als herabgestiegene Engel, die Flügel und Unsterblichkeit ablegten, um den Menschen zu helfen. Beim Höhenrausch ist die Fotoserie auf überlebensgroßen Transparenten im öffentlichen Raum zu sehen.


Mary Sibande /ZA

Foreign Angel, 2016

In ihren skulpturalen Arbeiten beschäftigt sich, die in Südafrika geborene Künstlerin, mit der Konstruktion von Identität im postkolonial-südafrikanischen Kontext. In Foreign Angel transformiert sich das „alter ego“ zu einer neuen purpurfarbenen Figur, die wie der Phönix aus der Asche aufsteigt. Diese neue kraftvolle Person steht für Emanzipation, Weiblichkeit und den Kreislauf des Lebens. Die umkreisenden Geier oder „Engel des Todes“ stehen hier für Sinnlichkeit und Wiedergeburt.

www.gallerymomo.com/artist/mary-sibande


A K Dolven NO/UK

Vertical On My Own, 2011

Ein langer Schatten teilt das Bild einer Schneefläche im arktischen Winter, wobei wir niemals sehen, wer diesen Schatten wirft. Der Schatten bewegt und verändert sich allmählich, während wir den Klängen einer Stimme lauschen. A K Dolvens Installation erzählt von Naturerfahrungen und vom Wechselspiel zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit.

www.akdolven.com


Irina Werning /AR

Back to the Future, 2010–2011

Die argentinische Fotografin Irina Werning porträtiert Menschen auf ganz eigene Art. Einem alten Foto stellt sie eine aktualisierte Version gegenüber. Die Porträtierten schlüpfen für die Aufnahme in ihr früheres Ich zurück. Exakt so wie sie auf dem Original zu sehen sind. Dieselbe Haltung, Frisur und Kleidung. Die Resultate bestechen in ihrer Detailtreue und berühren durch das sichtbare Fortschreiten des Lebens.

www.irinawerning.com


Martin Schoeller DE/US

Identical: Portraits of Twins, 2011–2012

Zwillinge sind dem Medium Fotografie (als Technik zur Herstellung mehr oder weniger identischer Abbilder) wesensverwandt. Die Innovation von Martin Schoellers Studie über Identität und Differenz, besteht in der Entscheidung, die Geschwister einzeln zu porträtieren. Nebeneinander gestellt, wirken die Close-Ups wie Abzüge vom selben Negativ. Dem vergleichenden Blick aber zeigen sich minimale Unterschiede.


Candize Breitz /ZA

Factum Kang, 2009

Die Medienkünstlerin Candice Breitz wurde 2005 durch ihre Videoinstallation Mother + Father, bei der Kunstbiennale Venedig, international bekannt. Anders als ihre vielbeachteten Arbeiten zum Einfluss von Populärkultur und Medien, thematisiert Factum Kang die Selbstbilder eineiiger Zwillinge. Getrennt befragt und gefilmt, tritt in der späteren Montage ans Licht wie abhängig Selbstwerdung und -behauptung von Umständen und Beziehungen sind.

www.candicebreitz.net


Asta Gröting /DE

Schatten, 2005

Der gebückte Schatten eines unsichtbaren Mannes tappt langsam durch endloses Weiß. Seine Umrisse lassen vermuten, dass es sich nicht um einen Zeitgenossen handelt. Wer trägt heute noch Gehrock und Dreispitz? Ein herumirrender Geist, oder ein Engel gar? Es gehört zu den Praktiken der deutschen Künstlerin Asta Gröting, das Nichtsichbare sichtbar zu machen. Durch Skulpturen, aber auch durch Videos wie Shadow.

www.astagroeting.de


Daniel Rozin IL/US

Wooden Mirror, 2014

Der New Yorker City Künstler Daniel Rozin lässt nicht-reflektierende Materialien zu Spiegeln werden. So auch bei seinem Wooden Mirror, einem Objekt aus 830 Holz-Plättchen. Die ‚Spiegelung’ wird über eine Kamera vermittelt. Präsenz und Gesten werden erfasst und mittels Software an Motoren weitergegeben, die nun die Holzplättchen bewegen. Ein virtuoses Spiel mit der Gegensätzlichkeit analoger und digitaler Darstellung – und unserer sachlich geeichten Sinneserfahrung.

www.smoothware.com/danny


Daniel Rozin IL/US

Wooden Mirror, 2014

Der New Yorker City Künstler Daniel Rozin lässt nicht-reflektierende Materialien zu Spiegeln werden. So auch bei seinem Wooden Mirror, einem Objekt aus 830 Holz-Plättchen. Die ‚Spiegelung’ wird über eine Kamera vermittelt. Präsenz und Gesten werden erfasst und mittels Software an Motoren weitergegeben, die nun die Holzplättchen bewegen. Ein virtuoses Spiel mit der Gegensätzlichkeit analoger und digitaler Darstellung – und unserer sachlich geeichten Sinneserfahrung.

www.smoothware.com/danny


Engelamt

Engelamt

Niels Schröder /DE
Engelamt (Räume im Detail), 2016

Niels Schröder studierte Gestaltung und Illustration an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, an der HfK Bremen und an der Universität der Künste zu Berlin. Er lebt und arbeitet in Berlin, als Illustrator und Comic-Zeichner. Für

nähert er sich auf hintersinnige, vielschichtige, aber stets humorvolle Weise, dem Thema, mit einer Serie von Cartoons, die exklusiv für diese Ausstellung entstanden sind.

www.niels-schroeder.de

Stephan Balkenhol /DE
Engelmann,2016

Der Engelmann [dt.] ist ein sehr irdischer Engel. Der Typus des Mannes, in weißem Hemd und schwarzer Hose, ist bereits aus anderen Arbeiten des deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol bekannt. Mit der Figur des Engels als „Jedermann“ erprobt Balkenhol eine weitere Spielart der Körperlichkeit, in seinem Panoptikum plastischer Menschenbilder der Gegenwart.

Bill Viola /US
Man with His Soul, 2013

Der US-amerikanische Videokünstler Bill Viola wird im selben Jahr wie sein Medium geboren: 1951. An der Syracuse University bildet er sich ab Ende der 60er Jahre zu einem der bedeutendsten Vertreter der noch jungen Kunstdisziplin. Seine Themen sind Leben und Tod, Traum und Schlaf, Feuer und Wasser. Die Videoinstallation Man with His Soul zeigt einen wartenden, ungeduldige Mann in einem leeren Raum – und parallel dazu dessen personifizierte Seele.

www.billviola.com


Oscar Muñoz /CO

Línea del destino, 2006

Anfangs ist die hohle Hand noch voll Wasser, ein Gesicht spiegelt sich darin. Aber nicht für lange. Der Bildträger versickert zwischen den Fingern, das Konterfei von Oscar Muñoz löst sich auf. Der kolumbianische Künstler Oscar Muñoz veranschaulicht im Video Línea del destino (Schicksalslinie) die Vergänglichkeit des Lebens. Vielschichtig thematisiert Muñoz zugleich Erinnerungsmedien wie Fotografie und Film, unser Verlangen am Festhalten flüchtiger Augenblicke, aber auch den Mythos von Narziss, der sich in sein Spiegelbild verliebt.


Karl Neubacher /AT

Abbild – Spiegelbild, 1976

Der 1978 in Graz verstorbene Karl Neubacher war als Medienkünstler seiner Zeit voraus. Als bahnbrechender Gebrauchsgrafiker wendete er sich dem rein künstlerischen Schaffen zu. Mittels Film und Foto thematisiert er prognostisch das mediatisierten Ich. So auch bei Abbild Spiegelbild, wo er nach und nach ein SW-Foto von sich zerschneidet und einen Spiegel sichtbar macht, in dem der Künstler als gefilmte Reflexion zu sehen ist.

Foto: Archiv Neubacher Graz und Universalmuseum Joanneum, Neue Galerie Graz


Peter Wüthrich /CH

The Angels of the World, 1999

Für den Schweizer Künstler Peter Wüthrich sind Bücher Freunde, über die wir mit den Autoren kommunizieren können. Das Objekt Buch ist ihm somit Mittel und Medium zugleich. So auch bei The Angels of the World. Auf Streifzügen durch die Metropolen dieser Welt verwandelt er Menschen für ein Foto in Engel. Transformierendes Element ist ein am Rücken befestigtes, aufgeschlagenes Buch.


Heri Dono /ID

Flying Angels, 2006

Heri Dono zählt zu Indonesiens bekanntesten zeitgenössischen Künstlern. Charakteristikum seiner vielseitigen Arbeiten ist die Verbindung von Elementen indonesischer Kultur und lokalen Kunstpraktiken mit westlicher Popkultur und spielerischer Inszenierung. Seine Flying Angels erscheinen als fremde Engel beiderlei Geschlechts, mit schlagenden Flügeln und dissonanten Begleittönen.

universes-in-universe.org/eng/bien/venice_biennale/2015/tour/indonesia/heri_dono


Mathilde ter Heijne FR/NL/DE

F.F.A.L. (Fake Female Artist Life) ,2006–2007

In ihren Multimedia-Arbeiten setzt die niederländische Künstlerin Mathilde ter Heijne häufig Doubles ihrer selbst ein, um die Rolle von Frauen in unterschiedlichen Gesellschaftssystemen zu reflektieren. In der Soundinstallation F.F.A.L. hat sie fiktiven Künstlerinnen ihre eigene Gestalt verliehen. Die Dummys sprechen (mit ter Heijnes Stimme) über die Bedingungen künstlerischer Produktion.

www.terheijne.net


Eva Schlegel /AT

Space With Men Left Out – No Man´s Space, 2016

Das Werk Eva Schlegels umfasst fotografische, objekthafte und installative Arbeiten. Unter Verwendung von Medien, wie etwa der Fotografie auf Blei, Glas oder Spiegel, setzt sie diese auch räumlich um. Die Grenzbereiche der Wahrnehmung werden thematisiert, Sehgewohnheiten in Frage gestellt. In ihrem Beitrag zum Höhenrausch verwandelt die Künstlerin den voestalpine open space, durch Zusatzkonstruktionen aus Stahl und Spiegel, in ein begehbares Labyrinth. Unter Bezug auf die Grundstruktur eröffnen weitere Module – in geometrischen Variationen und Verspiegelungen – neue Räume und Perspektiven. Wie raffiniert konstruiert diese Module sind, zeigt sich bereits im ersten Abschnitt des Labyrinths. Hier begegnen die BesucherInnen in sieben Objekten kunstvollen Spiegeleffekten, jedoch niemals ihrem eigenen Abbild.

www.evaschlegel.com
http://openspace.ooekulturquartier.at/


Georg Nussbaumer /AT

Flügelengel, 2013|2016

Das Klavier wird im Deutschen leichthin auch Flügel genannt. Diese Doppelbedeutung inspirierte den österreichischen Komponisten Georg Nussbaumer zu einer schwerelosen Betrachtung des Musikinstrumentes. Er lässt das Klavier mit den Flügeln schlagen. Einem schwarzen Engel gleich, hebt es sich von Hand gezogen in die Lüfte. Ein echter Flügelengel eben.

www.georgnussbaumer.com


Ammar Abo Bakr /EG

Graffiti & Dokumentation

Die Revolution in Ägypten 2011 verändert den Lebenslauf von Ammar Abo Bakr. Der Lehrbeauftragte an der Kunstakademie in Luxor wird zum beachteten Graffitikünstler. Seine Wandgemälde kritisieren Polizeigewalt. Zu Tode gekommene Revolutionäre malt er als Engel, einem geläufigen Motiv im Islam. Der Höhenrausch zeigt eine vor Ort entstandene Arbeit Abo Bakrs am Parkdeck der Raiffeisen Kunst Garage, sowie ein Video mit Werken der Street-Art-Szene-Ägyptens.

www.facebook.com/Ammar.Abo.Bakr


Michael Kienzer /AT

Fluide Verstrickung, 2016

Im Spiel mit Sehgewohnheiten und Erwartungshaltungen verändert der oberösterreichische Künstler Michael Kienzer unseren Blick auf Alltagsgegenstände. Durch scheinbar lapidare Eingriffe gibt er ihnen eine neue Bedeutung und setzt ihre Umgebung in einen anderen Kontext. Fluide Verstrickung ist ein chaotisch erscheinendes Gewirr aus bunten, teils befüllten Wasserschläuchen. Über 15.000 Laufmeter hat Kienzer dafür aufgewandt. In ihrer Gestaltung erscheint die Installation als erweiterte Raumzeichnung. Teile der Schläuche können neu verlegt und verstrickt werden.


ORF Musikprotokoll im Steirischen Herbst

Die Logik der Engel: Himmelsleiter, 2016

7 zeitgenössische KomponistInnen wurden eingeladen, kurze Vokalstücke für das Projekt Die Logik der Engel zu schreiben. Das Vokalensemble NOVA hat diese Stücke im ORF Studio eingesungen und mit Musik aus dem 13./14. Jahrhundert erweitert. Diese Tonaufnahmen bilden das Klangmaterial der Installation.

Eine Klangkapsel bewegt sich vertikal entlang des 30m hohen Keine Sorgen Turm. BesucherInnen können Klänge von nah und fern, bzw. von oben und unten geortet, hören – wie auf einer vokalen Himmelsstiege. Die Klangkapsel wird zu einer Art technischem Pseudowesen, zu einem Klangboten, einem „Engelwesen“.

musikprotokoll.orf.at/die-logik-der-engel


Höhenrausch Flying Fox
powered by Passage Linz

Eine Seilrutsche über dem OK Platz ruft engelsgleiche Gefühle hervor. Synchron gleiten zwei Personen entlang eines Seiles vom Passage Linz Richtung Edith-Stein-Haus vis-a-vis – und wieder retour. Ein himmlisches und zugleich ausgesprochen menschliches Vergnügen.

musikprotokoll.orf.at/die-logik-der-engel


Kris Martin /BE

For Whom ..., 2012|2016

Der belgische Künstler Kris Martin beschäftigt sich mit Vergänglichkeit, Zeit und Unsterblichkeit. Dafür bedient sich des Inventars der Welt. So auch bei For Whom... . Mächtig schwingt am Passagedach eine Glocke aus Stahl hin und her. Stumm allerdings, da ihr der Klöppel fehlt. Der Klang wird zur Einbildung, die Bedeutung als Zeitanzeiger und Taktgeber des religiösen Lebens hintertrieben.

www.sieshoeke.com/artists/kris-martin


Josef Baier /AT

Klanggarten, 2016

Klangerlebnisse und Sinneseindrücke sind Teil des Schaffens von Josef Baier. Der Bildhauer versieht kinetische Skulpturen bisweilen mit Elementen von Musikinstrumenten – und lädt zur Benutzung. So auch beim Höhenrausch 2016, wo Baier in Kooperation mit der Anton Bruckner Universität einen Klanggarten angelegt hat. Bestehend aus einer Bogenharfe mit 16 Klaviersaiten sowie drei sphärischen Kuppeln im Stil von Buckminster Fuller, ausgestattet mit Klangplatten, Klaviersaiten und Orgelpfeifen.

www.josef-baier.at


Thomas Macho /AT
Jasmin Mersmann /DE

Engelkino, 2016

Erscheinungen von Engeln sind selten. Nur im Kino treten die Engel so häufig auf, dass die ZuschauerInnen glauben könnten, Engel sind alltägliche Gäste. Die Liste der Engelfilme ist lang: Engel und ihre gefallenen Geschwister bevölkern die meisten Filmgenres – vom Horrorfilm bis zur Familienkomödie. Im Engelkino werden Filmausschnitte gezeigt, die an den Reichtum der geflügelten Gestalten auf der Leinwand erinnern.


HAUS-RUCKER-CO /AT

Nike, 1977

Die Nike ist eine Skulptur der Künstler- und Architektengruppe Haus-Rucker-Co. 1977 fungierte die formale Übersetzung der antiken Statue Victoire de Samothrake als Vorbotin der Ausstellung Forum Metall in Linz. Auf einem Stahlträger über dem Hauptplatz schwebend, rief sie neben Bewunderung auch große Ablehnung hervor. Zu den Unterstützern zählten Joseph Beuys, Max Bill und Herbert Beyer. 1979 demontiert, landete sie trotz großer Ambitionen, sie am Mainufer aufzustellen, später im Depot. Beim Höhenrausch 2016 feiert das Vorbild vieler Engelsdarstellungen nun ihre Heimkehr.

www.ortner-ortner.com
www.dam-online.de


Wagner Malta Tavares /BR

They, 2016

Der Dachboden als Ort der Passage. Wo alte Dokumente und Fotos lagern, deren Fund andere Wirklichkeiten wachruft. Basierend auf diesem Gedanken hat der brasilianische Künstler Wagner Malta Tavares im Dachgestühl der Ursulinenkirche drei überirdische Superhelden (They) installiert. Ihre silbernen Umhänge flattern im Wind von Ventilatoren, während sie brüllend darum kämpfen, ihre Reise zwischen den Welten fortsetzen zu dürfen. Wagner Malta Tavares bezieht seine Einflüsse aus der Science Fiction, Comics, Filmen, sowie alten Epen und Mythen.

www.wagnermaltatavares.com


Ilya und Emilia Kabakov RU/US

The Fallen Angel, 1996

The Fallen Angel ist die zweite Arbeit von Ilya und Emilia Kabakov im Rahmen des Höhenrausch 2016. Die Installation des Künstlerehepaares zeigt einen mit Absperrband gesicherten Unglücks- oder Tatort. Dahinter leblos liegend: der titelgebende gefallene Engel. Die Kabakovs, durch ihre Sozialistion und den künsterlischen Werdegang im Umgang mit Utopien versiert, wissen um die Wichtigkeit hochfliegender Träume. Wie The Fallen Angel beweist, sind sie sich aber darüber im Klaren, dass wer sich zu hoch hinaus wagt, auch tief fallen kann.

www.ilya-emilia-kabakov.com


Höhenrausch in den Uhof Galerien

Der OÖ Kunstverein zeigt
in der Schaufenster | galerie direkt beim HÖHENRAUSCH-Aufstieg Judith Huemer mit ihren aktuellen Werk Andere Engel und die Arbeit Engelswerk von Johannes Steininger. Bis 29. Agust
www.ooekunstverein.at

Die Vereinigung Kunstschaffender präsentiert
Geschöpfe der Nacht - Christoph Luckeneder & Johannes Angerbauer-Goldhoff / Eckart Sonnleitner installieren Licht-Interventionen - in der Galerie strahlen fragile LichtKakteen sowie LichtStandardEngel eine Zufallsfotografie die den mit Gedenkkerzen erleuchteten Spiegelraum des Children's Memorial im Yad Vashem in Jerusalem zeigt. Ein „Sternenhimmel“ für 1,5 Millionen ermordete Kindern entsteht mit diesem Foto in dem dreiteiligen Video von Eckart Sonnleitner. So steht der spirituelle Kosmos der Seelen dem wissenschafltichen Kosmos der Physik gegenüber. Bis 21. August
www.diekunstschaffenden.at

die KUNSTSAMMLUNG zeigt
unter dem Titel Zum Beispiel:Engel Skulpturen von Michael Lauss, der speziell für die KUNSTSAMMLUNG ein hölzernes raumgreifendes Engelswesen konstruiert, dem er in einer Werkschau weitere ausgesuchte Objekte beistellt. Bis 24. Sept.
www.diekunstsammlung.at