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You'll Never Walk Alone - Fußball und Fankultur

Pressemitteilung vom: 8. Juli 2006

You’ll Never Walk Alone
Fußball und Fankultur

Presseinformation vom: 08.06.2006

Datum: 09.06.2006 - 09.07.2006

Kuratoren: Thomas Edlinger & Martin Sturm
Künstler: Stephen Dean FR/US, Josef Dabernig /AT, Wolfgang Dorninger /AT, Massimo Furlan /CH, Julie Henry /GB, Peter Hörmanseder /AT, Jamie Holman /US, Kurt Lackner /AT, Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer /AT, Antoni Muntadas /ES, Barbara Musil & Gunda Wiesner /AT, Antonio Ortega /ES, Grazia Toderi /IT

Ab dem 9. Juni wird wieder gezittert und gebetet, geweint und gejubelt, geprügelt und getanzt, rassistisch gejohlt und antirassistisch agiert. Die Fußball-WM entzündet die Leidenschaften von Millionen und macht auch vor KünstlerInnen und Kunsteinrichtungen nicht halt.
Wie kaum ein anderer Sport hat es der Fußball geschafft, die Gefühls-Potentiale sehr unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen auf sich zu beziehen. Die Fans, von den britischen Cultural Studies der 70iger Jahre vor allem als junge Männer aus der Unterschicht beschrieben, umfassen mittlerweile alle Generationen. Der Frauenanteil ist gewachsen, die Stehplatztribünen der großen Stadien weichen überdachten Sitzplatzstadien mit integrierter Shopping-Mall, und das Marketing schielt zunehmend auf kaufkräftige Mittelschichten anstatt auf proletarische „Ultras“: weg von den Hooligans, hin zu den VIP-Lounge-Rotweintrinkern.

Im Angesicht der globalen und gruppenübergreifenden Begeisterungsstürme stellt sich die Frage, wer nun die „echten“ Fans sind, nicht mehr. So verschieden die soziale Stellung, die sub- oder jugendkulturelle Identifikation und der tatsächliche „Opferwille“ für das auserkorene Team auch sein mag: Fan ist, wer sich als solcher bezeichnet und in einem bestimmten Umfeld damit auch anerkannt wird.

You‘ll never walk alone - die nach dem legendären Schlachtgesang aus Liverpool benannte Ausstellung betrachtet die „Fan-Phänomene“ von verschiedenen Blickpunkten aus und stellt dazu Kunst, Film, Dokumentation und Fan-Kommerz in ein Spannungsverhältnis.
Über eine Reflexion des Stadionraums versucht die Ausstellung die Veränderung des Fanbegriffs nachzuvollziehen: von den alltagskulturellen Ritualen der Masse über die Hooligan-Brandmarkung bis hin zur Verbürgerlichung in den "disneyfizierten" und hochgradig überwachten Entertainment-Arenen der Gegenwart.


Stephen Dean /FR/US

Volta (with bandeira), 2002-2003

Rauminstallation

Die in eine zeltartige Konstruktion aus bunten Bannern integrierte Videoarbeit „Volta“ zeigt die Fußballfans in Stadien nicht nur als grölende Masse. In einem Zusammenschnitt von brasilianischen Meisterschaftsspielen fängt das Video den „Rhythmus“ der Emotionen ein.
Feuerwerke explodieren, riesige Banner rollen über Tausende Zuseher, Gesang und Tanz brechen los. Der wogende Fanblock, der eine nicht näher zu ergründende Choreographie ausführt, wird zu einer opulenten visuellen Inszenierung.

Stephen Dean, 1968 geboren in Paris, lebt und arbeitet in New York.
Teilnahme u.a. an der 51. Biennale Venedig, Biennale Sevilla 2004, Istanbul Biennale 2003, Whitney Biennale 2002. Seine Filme erhielten zahlreiche internationale Preise.


Wolfgang Dorninger /AT

SÜDKURVE, 2006

Interaktive Soundinstallation, Fangesänge

Fußballfans sind seit ewigen Zeiten nicht bloß Konsumenten sondern auch Produzenten, kurz Prosumer. Die Fans produzieren Gesänge, Choreographien, Fußball-Fanmagazine, Fan-Gadgets, Fan-Utensilien und natürlich jene Stimmung, die den Gegner bereits beim Einlaufen den Schauer über den Rücken laufen lässt.
Der Soundkünstler und Musiker Fadi Dorningr richtet drei isolierte Hörwaben mit jeweils thematisch geordneten Fußballsong-Selektionen ein, die als eine Art intime Soundbibliothek für den Fan „daheim“ nutzbar sind.
Der physische Aspekt des Stadionbesuchs wird in „Südkurve“ als interaktive Begegnung mit den auf- und abschwellenden Fanchören reflektiert, die die atmosphärische Grenzziehung zwischen dem Innen- und dem Außenraum der Fankurve unterstreicht und durch die eigene Körperbewegung im sensorisch abgetasteten Raum ihre akustische Dynamik erhält.

Wolfgang (Fadi) Dorninger, 1960 in Linz geboren, lebt und arbeitet in Linz; Musiker & Autor, Radio DJ, Netzwerker


Pascal Claude /CH

Plattensammlung

Pascal Claude ist nicht nur Fußballjournalist, sondern auch Fan. Seit einigen Jahren veröffentlicht er in unregelmäßigen Abständen ein liebevoll gestaltetes Heftchen zum Thema Fußball mit dem bezeichnenden Namen «Knapp Daneben».
Aus seiner umfangreichen Plattensammlung – auch ein typisches Fan-Objekt – stellt er für die Ausstellung die Covers von 150 längst vergessenen Fußball-Singles zur Verfügung.


Josef Dabernig /AT

Der österreichische Künstler konfrontiert in seinen Fotoarbeiten zu Fußballstadien und –plätzen den Purismus der Geometrie mit der Ungeordnetheit der Zeitläufe. Das konkrete Leben, die Geschichte der Menschen, überwuchert die abstrakten Modernismen in West und Ost mit ihrem Eigensinn.

„Plac Centralny“ (1994)

ein vierteiliges Fotopanorama, interpretiert den Weg von polizei- eskortierten Fußballfans über selbigen Hauptplatz in Nova Huta als säkulare Prozession vor dem Hintergrund realsozialistischer Stadtplanung.

„Match in Pozzuli“ (1993)

Die dreiteilige Fotoserie „Match in Pozzuli“ (1993) wiederum zeigt, wie Linienbegrenzungen des Platzes im gleißenden Licht und im Staub des süditalienischen Bodens eingeebnet werden und die Präsenz der Zuschauer die Trennschärfe zwischen Spielfeld und Außenraum auflöst.

„Wisla Stadion“ (1994)

Der 360-Grad-Fotoschwenk „Wisla Stadion“ (1994) über die menschenleere und langsam verfallende Stadionruine erzählt gerade über die Abwesenheit der Fans von der geisterhaften Anwesenheit einer räumlichen Ordnung. Sie rückt die imperiale Geste einer Architektur in den Blick, die die Partei als eherne Macht in monumentale Säulenkonstruktionen fasst, während für das Volk spartanische, schief zusammengenagelte Bänke reserviert sind.

Josef Dabernig, 1956 geboren in Kötschach-Mauthen (A), lebt in Wien
Ausstellungen u.a. 49. Biennale Venedig, Manifesta 3, Ljubljana; National Museum of Contemporary Art, Bukarest, 2006


Massimo Furlan /CH

Furlan/Numero23, 2002

Video

Massimo Furlan bearbeitet, wie so viele (männliche) Künstler in seinem Video „Furlan/Numero23“ seine Obsession Fußball.
Er übersetzt seinen Bubentraum, die Teilnahme an einem epochalen Fußballspiel, in eine geisterhafte Aktion. Als dreiundzwanzigster, also „unmöglicher“ Spieler bewegt er sich, akustisch unterstützt vom prominenten Schweizer TV-Kommentator Jean-Jacques Tillmann, durch das leere Stadion von Lausanne. Er imitiert die einstudierten Spielzüge aus dem WM-Finale Italien – Deutschland von 1982 in allen möglichen Positionen.
Die Erinnerung und Aneignung eines Moments wird hier als egozentrische, trotz ihrer Kuriosität fast zärtliche Hommage an ein Spiel re-inszeniert.

Massimo Furlan, 1965 geboren in Lausanne, lebt und arbeitet in Lausanne
Ausstellungen u.a. Rundlederwelten, Berlin, 2005; Arsenic, Lausanne, Palo Alto, 2006


Julie Henry /UK

Football Series, 1999

„You‘ll Never Walk Alone“
„The Great Escape (Palace!)“
„Amazing Grace“

Going Down, 1999

2 Videos

Julie Henry zoomt aus der anonymisierten Masse der hochgerichteten Arme auf den Einzelnen im Fanblock. Ihre jeweils aus einem Foto und einem Notenblatt bestehenden Elemente der „Football Series“ leben von der Spannung zwischen dem entrückten, in seinem Taumel konserviert wirkenden Individuum und dem Wissen um den kollektiven Taumel, den die am Notenblatt dargestellten Schlachtgesänge auszulösen imstande sind.

Die automatisierte Handlungsrhetorik des Publikums schwemmt den Einzelnen getragen von den Stimmen der Menge und dem verklärenden Blick auf die vergötterten Helden empor zu vermeintlich Höherem. Die Hymne der Fans wird zum Psalm der Betenden: „You‘ll never walk alone…“!

Das Video „Going Down“ zeigt die extremen Aktionen und Reaktionen von Fußballfans während eines Spiels und deren Steigerung durch gruppendynamische Prozesse.

Julie Henry, 1959 geboren in Cambridge, lebt und arbeitet in London
Ausstellungen u.a. Star Star - Toward the center of attention, 2005 (CAC - Cincinnati Contemporary Arts Center, OH) Strangers: the first ICP triennial of photography and video, 2003
(International Center of Photography, NY); Sport in der zeitgenössischen Kunst, 2001 (Kunsthalle Nürnberg)


Jamie Holman /UK

Songs to learn and sing, 1998
The Rawtenstall Ladies Choir Sing Their Hearts Out For The Lads, 1998

Jamie Holmans Videos beziehen ihren Witz aus der Konfrontation von Sound und Bild:
Zwei britische Fußballfans sitzen frontal vor der Kamera auf der Couch und memorieren grölend ihr Fangesang-Archiv, während im zweiten Video ältere Damen mit dem Ernst eines Kirchenchors teils dieselben Gesänge intonieren.

Jamie Holman, Videokünstler, Musiker


Peter Hörmannseder /AT

Replay, 1998

Video

Die Videoarbeit „Replay” beschäftigt sich mit einem, zumindest aus österreichischer Sicht, historischen Sportereignis, nämlich dem 3:2-Sieg über Deutschland bei der WM 1978 in Cordoba. Sie verweigert aber das – hierzulande ohnehin nostalgisch verklärte – Identifikationsangebot mit „unseren“ Helden.
Grissemann/Stermann lesen betont nüchtern den vom Schriftsteller Ror Wolf collagierten Originaltext der TV Reporter Hauffe und Finger (die hysterische Parteilichkeit des österreichischen und die hochmütige Abgeklärtheit des deutschen Reporters gleichermaßen bloßstellend) zu einer über 15 Minuten gedehnten Slowest-Motion-Aufnahme des entscheidenden dritten Tores durch Hans Krankl.

Peter Hörmannseder, 1970 geboren in Wels, lebt in Wien
Medienarbeiter in allen erdenklichen Bereichen; mit der Satiregruppe Maschek seit 1998 permanente Auseinandersetzung mit den (Fernseh)archiven Österreichs.


Kurt Lackner /AT

Una peseta, 1998
dot, 2000
ohne titel, 2000
uk subs, 1999
Ohne Titel, 2005

Kurt Lackner ist treuer Anhänger von „FC Blau-Weiß Linz“, dem inoffiziellen Nachfolge-Club des einstigen Werkvereins der VOEST. Seine bunten Bild-Text-Collagen erzählen von den Schnittmengen des Fantums zwischen Pop und Fußball. Sie bedienen sich sowohl der Do-It-Yourself-Ästhetik der ausgeschnittenen Zeitungsschnipsel wie auch der Technik der Übermalung und der partiellen Bildlöschung.

Inhaltlich dokumentiert das bewusst trashig arrangierte Medien-Footage das ewige Auf und Ab der Fan-Beziehungskiste zu dem mittlerweile sportlich eher bedeutungslosen Linzer Traditionsclub und verschränkt diese liebevolle Chronik von Fanlust und Fanleid mit weiteren losen, autobiografischen Hinweisen – zum Beispiel auf einen Aufenthalt in Barcelona oder auf die Liebe zu kompromisslosen Punk-Heroen wie die Band “Social Distortion” .

Kurt Lackner, 1970 geboren in Linz, lebt & arbeitet in Linz, Studium Visuelle Mediengestaltung bei Marek Freudenreich; Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ und der Künstlergruppe "Rebel Club"


Peter Mörtenböck & Helge Mooshammer (ThinkArchitecture) /AT

Gunners and Runners, 2006

Nicht retrospektiv, sondern als urbanistische Recherche in der Gegenwart legen die beiden Architektur-Theoretiker Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer ihre Arbeit „Gunners and Runners“ an, die sich anhand des Stadion-Neubaus des Londoner Traditionsclubs Arsenal entfaltet. Am 12. März 2006 fand dessen letztes Heimspiel im mythisierten, mitten im Stadtgebiet [Wohnblocks]integrierten Highbury-Stadion statt. Der Wechsel zum neuen, nur rund 500 Meter entfernten und von der arabischen Staats-Fluglinie Emirates finanzierten “Emirates-Stadion” in Ashburton Grove markiert, wie Mörtenbeck/Mooshammer schreiben, „nicht nur eine örtliche sondern auch eine kulturelle Ablöse: von einer lokal orientierten englischen Arbeiterkultur zu einer globalisierten Welt der Ströme. Das obere Ende dieser Transformation bedienen die Ströme des Kapitals, das untere Ende die Ströme der Migration.“
Mörtenbeck/Mooshammer reflektieren diese kulturellen Hybridisierungen und die ökonomischen Überblendungen in einer Global City wie London anhand einer textlich unterstützten Foto-Erzählung über die deren visuelle Zeichen und Symbole in dem betroffenen Stadtviertel. Die Arbeit macht deutlich: Fußball kommt nie mehr, wie es 1996 in der englischen Pophymne „Three Lions“ noch hieß, „home“. Stattdessen pilgern die Arsenal-Fans auf ihren Crossroads zwischen Moscheen, maghrebinischen Cafes und islamischen Buchläden zu „ihrem“ Verein. Dessen offenbar nur mehr durch arabische Finanzspritzen bezahlbarer Stürmerheld ist übrigens ein (französischer) Einwanderersohn: Thierry Henry.

Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer sind Gründungsmitglieder des Architektur- und Theoriekollektivs ThinkArchitecture. Seit 1996 arbeiten sie gemeinsam an Architektur-, Kunst- und Forschungsprojekten zu relationaler Architektur und urbanen Kulturen. Peter Mörtenböck ist Universitätsprofessor für Visuelle Kultur an der Technischen Universität Wien und derzeit Marie Curie Intra-European Fellow am Centre for Research Architecture/Department of Visual Cultures, Goldsmiths College, University of London.
Internationale Ausstellungsbeteiligungen, u.a. 7. und 8. Architektur-Biennale Venedig 2000, 2002; ‘One Land, Two Systems’ Mediamatic Amsterdam 2005; XXI. und XXII. Weltkongress der Architektur Berlin 2002, Istanbul 2005. http://www.thinkarchitecture.net


Antoni Muntadas /ES

Media Stadium, 1989-2006

Der Spanier Antonio Muntadas begreift das Stadion als „Symbol der populären Kultur“. In seiner audiovisuellen Installation „Media Stadium“ (1989) erscheint die Arena als „Medium“, als Vermittler von Möglichkeiten der Bespielung. Strukturiert nach Kapiteln wie „Aktivitäten“, „Kontrolle“, „Publikum“ und „Medien“ erarbeitet Muntadas eine Bildenzyklopädie der Besetzungen von Stadien - von politischen Aufmärschen über Rockkonzerte und Sportevents bis hin zu den Überwachungskameras und den Sicherheitskräften.

Antoni Muntadas, 1942 geboren in Barcelona, lebt und arbeitet dort
Teilnahme u.a. an den Biennalen Venedig 1976, Documenta Kassel (VI und X); Whitney Biennale, Biennaen Sao Paulo, Lyon, Taipei, Gwangju und Havanna.


Barbara Musil & Gunda Wiesner /AT

Refuge in Attack ( Flucht nach vorne), 2006

Barbara Musil und Gunda Wiesner sind dezitiert keine Fußballfans, also auch keine Fans von „FC Blau-Weiss Linz“. Trotzdem reisen sie mit dem Club durch die Untiefen der Regionalliga, um auf den Sportplätzen mit allen Mitteln der Fankultur als Antifußball-Fanclub aufzutreten. Mit Transparenten und Parolen wie „90 Minuten Zeitverschwendung“ oder “Fußball go home!” mischen sie sich unter die “richtigen Fans” oder beziehen einen eigenen Sektor auf den Tribühnen.

Im Ausstellungsraum dokumentieren Musil und Wieser ihre Aktionen mit Fotos, Stickern, Pins, Transparenten und Plakaten.
Fotos: Martin Music

Barbara Musil, 1972 geboren in Salzburg, lebt & arbeitet in Wien & Linz
Gunda Wiesner, 1976 geboren, lebt & arbeitet in Linz


Antonio Ortega /ES

Past and Glory, 2006

Mit dem katalanischen FC Barcelona und seiner historischen Rivalität zu dem „königlichen“ Club Real Madrid beschäftigt sich der spanische Künstler Antonio Ortega. Die legendären gemeinsamen Essen der beiden Club-Präsidenten vor jedem Spiel werden von der Klatschpresse verfolgt und kommentiert.

Für seine Rauminstallation kochte Ortega diese Menus nach und fror sie ein. Die große Tiefkühltruhe mit ca. 100 kg an gefrorenen Speisen ist im Ausstellungsraum zu sehen, dazu Artikel spanischer Zeitungen und die Fahnen der Clubs.

Antonio Ortega, 1968 geboren in Sant Celoni, lebt und arbeitet in Barcelona


Grazia Toderi /IT

Il decollo (The Take Off) 1998

Videoinstallation

Die italienische Künstlerin Grazia Toderi überhöht den Willen zur visionären architektonischen Strahlkraft neuer Stadionbauten in ihrem Video „Il decollo“. Aus der Vogelperspektive verformt sie mittels digitaler Bearbeitung das Mailänder San Siro-Stadion zu einer unwirklich-technoid schimmernden Kathedrale des Lichts, die den heiligen Rasen als Kristallisationspunkt eines Transzendenzversprechens erscheinen lässt.

Grazia Toderi, 1963 geboren in Padua, lebt und arbeitet in Mailand

Fanraum

Ein Fanraum präsentiert Objekte und Dokumentationen zum Thema. Sinnentleerte Merchandising-Auswüchse genauso wie "sprechende" Sticker, Badges, Schals und T-Shirts, die von Rassismus, Sexismus, Gewalt und deren Bekämpfung erzählen.
Fotoserien über die Daumenkino-artigen, farbenprächtigen italienischen Stadionchoregraphien und den Charme der österreichischen Unterliga. Videos über Fanrivalitäten und marodierende Hooligans. Und nicht zuletzt kuriose Do-it-Yourself-Kreationen aus der Kurve wie eine Sexpuppe aus Barcelona, die den Superstar Luis Figo einst an seinen angeblich geldmotivierten Abgang zu
Real Madrid erinnern sollte.
Objekte und Fotos von Dieter Brasch, Gerd Dembowski, Littmann Kulturprojekte (Basel) und dem italienischen Fanarchiv von Progetto Ultra.

KINO, KUNST und KICKEN - Die Fußball-WM live auf dem Arenaplatz

9. Juni – 9. Juli
Alle Spiele der Fußball WM werden im Moviemento Sommerkino live übertragen (bei jedem Wetter). Für Catering im gemütlichen Gastgarten sorgt das "Gelbe Krokodil".

Moviemento Spielfilmreihe rund um den Fußball
9. Juni bis 9. Juli, Beginn jeweils 19.00,
5 Filme zum Thema Fußball, die erstmals in Linz zu sehen sind:
Zwischen den Nachmittags- und Abendspielen und auch an spielfreien Tagen, so dass das Live-Abendspiel um 21.00 am Arenaplatz den Abend abrunden kann.

Außenfeld

Ausstellungen in Oberösterreich zu Fußballweltmeisterschaft 2006
Ein Teamwork des O.K Centrum für Gegenwartskunst mit dem Lebzelterhaus Vöcklabruck, der Galerie der Stadt Wels und der Local-Bühne Freistadt.

9. Juni – 9. Juli 2006
Local-Bühne Freistadt: WM Studio
u.a. mit Gustavo Artigas /MX, Roderick Buchanan /UK, Ingeborg Lüscher /DE, Paul Pfeifer /US

10. Juni – 9. Juli 2006
Galerie Lebzelterhaus, Vöcklabruck
Außenfeld
Mit Chris Müller /AT im Doppelpass mit Franzobel /AT, Herr Mario /AT, Gerd Trautner /AT

4. Juli - 13. August 2006
Galerie der Stadt Wels
fussballfrei
Mit Ol /DE, Burghardt Fritsche /DE, G.R.A.M. /AT, Sasha Pirker & Thomas Hamann /AT


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Pressefotos

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Fotos (außer anders angeben): Otto Saxinger

WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
WOLFGANG DORNINGER: "Südkurve", 2006 PASCAL CLAUDE Plattensammlung
JOSEF DABERNIG: Match in Pozzuoli, 1993, Foto: Josef Dabernig
JOSEF DABERNIG: Match in Pozzuoli, 1993, Foto: Josef Dabernig
JOSEF DABERNIG: "Wisla Stadion", 1994
JOSEF DABERNIG: "Wisla Stadion", 1994
JOSEF DABERNIG: "Plac Centralny", 1994
JOSEF DABERNIG: "Plac Centralny", 1994
STEPHAN DEAN: Volta, 2002-2003
STEPHAN DEAN: Volta, 2002-2003
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
BARBARA MUSIL & GUNDA WIESNER: Flucht nach vorne, 2006 Foto: Martin Music
Fanraum
Fanraum
Fanarchiv: "Progetto Ultra", Foto: N.N.
Fanarchiv: "Progetto Ultra", Foto: N.N.
Fanarchiv: "Progetto Ultra", Foto: N.N.
Fanarchiv: "Progetto Ultra", Foto: N.N.
MASSIMO FURLAN: Furlan/Numero23, 2002
MASSIMO FURLAN: Furlan/Numero23, 2002
MASSIMO FURLAN: Furlan/Numero23, 2002
MASSIMO FURLAN: Furlan/Numero23, 2002
JULIE HENRY: "You’ll Never Walk Alone"
JULIE HENRY: "You’ll Never Walk Alone"
JULIE HENRY: "You’ll Never Walk Alone"
JULIE HENRY: "You’ll Never Walk Alone"
KURT LACKNER: 5 Collagen
KURT LACKNER: 5 Collagen
KURT LACKNER: 5 Collagen
KURT LACKNER: 5 Collagen
PETER HÖRMANNSEDER: Replay, 1998
PETER HÖRMANNSEDER: Replay, 1998
ANTONI MUNTADAS: Media Stadium, 1989
ANTONI MUNTADAS: Media Stadium, 1989
HERR MARIO: "Global Player Matchballs (2001)"
HERR MARIO: "Global Player Matchballs (2001)"
ANTONIO ORTEGA: "Past and Glory", 2006
ANTONIO ORTEGA: "Past and Glory", 2006
JAMIE HOLMAN: Songs to learn and sing, 1998 The Rawtenstall Ladies Choir Sing Their Hearts Out For The Lads, 1998
JAMIE HOLMAN: Songs to learn and sing, 1998 The Rawtenstall Ladies Choir Sing Their Hearts Out For The Lads, 1998
PETER MÖRTENBÖCK, HELGE MOOSHAMMER: Gunners & Runners 2006
PETER MÖRTENBÖCK, HELGE MOOSHAMMER: Gunners & Runners 2006
v.l.n.r.: Herr Mario, Bgm. Herbert Brunsteiner, Vöcklabruck, Chris Müller, Dir. Martin Sturm, O.K Foto: Wolfgang Pichler
v.l.n.r.: Herr Mario, Bgm. Herbert Brunsteiner, Vöcklabruck, Chris Müller, Dir. Martin Sturm, O.K Foto: Wolfgang Pichler