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PREISE und TALENTE 2015 in der Energie AG OÖ

Pressemitteilung vom: 18. November 2015

PREISE und TALENTE
19. November 2015 bis 16. Jänner 2016

Unter dem Titel „Preise und Talente“ werden die drei Kunstpreise der Energie AG Oberösterreich in Kooperation mit dem OK Offenes Kulturhaus im OÖ Kulturquartier zu einer Ausstellung im Power Tower zusammengefasst. Die Energie AG vergibt jährlich drei Förderungspreise an jüngere KünstlerInnen bis 35 Jahren mit Oberösterreich-Bezug mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Partner-Institutionen:


Klara Kohler – Klemens-Brosch-Preis 2015

Der Klemens-Brosch-Preis, in Kooperation mit der Kulturdirektion Land OÖ vergeben, ist eine mit 4000,- Euro dotierte Förderung der Zeichnung als wichtiges Medium der Gegenwartskunst. Der Preis ist Klemens Brosch (1894–1926) als einem der bedeutendsten Zeichner Oberösterreichs gewidmet, der mit der Dokumentation von Kraftwerksbauten herausragende Denkmäler der industriellen Kultur geschaffen hat.

Samuel Bunn – Traumstipendium OK Friends und Energie AG 2014

Gemeinsam mit den OK friends (dem Freundesverein des OK Offenes Kulturhaus) wird das Traumstipendium in der Höhe von € 6.000 ausgeschrieben. Prämiert wird bei diesem
Reisestipendium die beste Idee für ein Projekt in Verbindung mit dem Reise-Thema.

Mihaela Kavdanska und Nathan Guo – Förderungspreis der Energie AG gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz 2015

Der Energie-Konzern schrieb den zum dritten Mal vergebenen Kunstpreis in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz als Projektstipendium für eine Außenprojektion im OÖ Kultur­quartier im Rahmen des Filmfestivals CROSSING EUROPE in der Höhe von € 4.000,- aus. Das OÖ Kulturquartier stellte als dritter Partner Produktionsmittel und technische Hilfeleistung zur Verfügung. Teilnahmeberechtigt waren alle im Studienjahr 2014/15 inskribierten Studierenden, sowie AbsolventInnen (forum Kunstuniversität Linz Mitglieder) der Kunstuniversität Linz.

Bei der Ausstellung sind skulpturale Arbeiten von Josef Linschinger zu sehen, der den Landeskulturpreis Oberösterreich für Bildenden Kunst 2015 erhielt und als einer der ersten Künstler für Kunst am Bau einen langjährigen Bezug zur Energie AG hat. Siehe auch seine Wandgestaltung im Festsaal des PowerTower im 1.OG 2007.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag (an Werktagen) von 9.00 bis 16.00 Uhr.
Führungen für Gruppen nach Voranmeldung unter: +43 732 784178 52 555.

Kuratiert von Franz Prieler (Kunstbeauftragter, Energie AG) und Genoveva Rückert (Kuratorin, OK Offenes Kulturhaus)


Detailinfos und Pressefotos:


KLARA KOHLER
Klemens Brosch Preis 2015

Jurybegründung: Klara Kohler überzeugte die Jury des Klemens Brosch-Preises 2015 durch ihren außergewöhnlichen künstlerischen Zugang zum Medium Zeichnung. Indem sie sich an die Vorzeichnungstechnik altmeisterlicher Freskomalerei anlehnt und den flüchtigen Aspekt dieses Vorgangs in den Status eines bleibenden Werkes überführt, schafft sie mit wenigen, schwungvoll gesetzten Linien beeindruckende räumliche Situationen. In neueren Arbeiten überführt sie Zeichnungen auf Papier außerdem in skulpturale Formen und beweist auch hier einen souveränen Umgang mit räumlich-installativen Inszenierungen.

Jury: Dr. Paul Lehner (Landeskulturdirektion), Mag. Gabriele Spindler (Leiterin, Landesgalerie Linz), MMMag Hubert Nitsch (Kunstreferat Diözese Linz), Dr. Elisabeth Nowak-Thaller (Kunstmuseum Lentos), Franz Prieler (Kunstbeauftragter, Energie AG Oberösterreich)

Klara Kohler zeigt in der Installation Noli me tangere, die für die Stadtgalerie Salzburg entstanden ist, die in Glaskuben eingefassten Vorzeichnungen, sowie monumentale Papier­arbeiten, die im Kubinhaus in Zwickledt präsentiert wurden und überträgt ihre Technik auch auf die Säulen im Foyer des PowerTowers. Sie knüpft mit den einzelnen Bildelementen an die großen Zeichnungen an, die sie mit Aschenstaub (eine traditionelle Aufpaustechnik)direkt auf die Wand aufträgt. Sie spielt damit auf die Vergänglichkeit der sonst nur temporär sichtbaren Zeichnung an. Es geht ihr um die Sichtbarmachung und Spürbarkeit emotionaler Themen wie „Allgegenwart“ oder „Verwundbarkeit“.

Werke:
Zeichnung auf den Säule, 2015
2 x 470 cm Höhe

Flügelschlag, 2014
4 Zeichnungen
Aschenstaub, in Metallrahmen,
190 x 282 cm, paarweise aneinander gestellt

Noli me tangere, 2015
Eine Kooperation mit Franz Frauenlob
Objekt
4 Glaskuben mit ca. 60 m2 Zeichnung einer Engelsfiguration auf Papierbahnen,
Gesamtgröße 206 x 188 x 210 cm, Podest mit Licht, 260 cm Durchmesser

Klara Kohler *1980 in Wels,
1995–1999 Fachschule für Bildhauerei in Hallstatt
1999–2005 Kunstuniversität Linz, Bildhauerei bei Prof.in MMag.a Renate Herter
2005–2008 Assistenz bei Prof. Arnulf Rainer, ­Terneriffa und Enzenkirchen
2007 Atelierstipendium vom Institut Hartheim
2009 Atelierstipendium des Landes Oö, Malo – Italien; Talentförderungsprämie des Landes Oö
2010 Atelierstipendium des Landes Oö, Atelierhaus Salzamt Linz
2010/11 Atelierstipendium der Stadt Linz, Atelierhaus Salzamt Linz
2013 Atelierstipendium der Stadt Linz auf Schloß Plüschow/D.
2015 Preis für Wettbewerb: Deckengestaltung in der Galerie der Stadt Wels


SAMUEL BUNN
Traumstipendium OK Friends und Energie AG 2014

Jurybegründung: Die Jury vergibt das Traumstipendium der OK Friends und der Energie AG Oberösterreich an Samuel Bunn für seine Reise 2015 zu den Wurzeln der Menschheit. Ziel der Reise ist es nach Afrika zur Wiege der Menschheit zu fahren, um dort mit unserem „nächsten Verwandten“, einem Schimpansen, ein Essen zu teilen. Von einer der ältesten dokumentierten Kultur in Oberösterreich, der „Hallstattzeit“, ausgehend, will Samuel Bunn einen Bogen zum Ursprung des Homo Sapiens spannen. Aus Hallstatt nimmt daher Bunn das Salz als Kulturgut und Mittel der Kommunikation für diese Begegnung mit. Die Jury hat das als kulturelle Begegnung aufgelegte Thema der Reise und nicht zuletzt der humorvolle, ironische Ansatz „back to the roots“ überzeugt.

Jury: Peter Hauenschild (Grafiker und Medienkünstler), Franz Prieler (Kunstbeauftragter, Energie AG Oberösterreich), Genoveva Rueckert (Kuratorin, OK Offenes Kulturhaus) und
Rainer Zendron (Vizerektor, Kunstuniversität Linz)

In einem eigenwilligen Restaurant-Setting präsentiert Samuel Bunn seine Reise nach Afrika, zum Viktoria See, nach Uganda, Kenia und Tansania. Der im Norden Tansanias gelegene Ort Olduvai Gorge wird (ebenso wie das Afar-Dreieck in Äthiopien und die südafrikanischen ­Provinz Gauteng) als „Wiege der Menschheit“ bezeichnet. Eine abgehängte Logik-­Vodoo-Installation stellt unter anderem die schamanischen Erfahrungen der Reise dar. Die unterschiedlichen Rollen, die Bunn im Zusammenhang mit der Reise zu den Wurzeln der Menschheit einnahm – als Rucksacktourist, als Schamane, als Zukunftsvision und Künstler reflektiert er in zahlreichen Videos. Sie erzählen gemeinsam mit den zahlreichen Objekten und installativen Elementen von einer existentiellen, vielschichtigen Erfahrung, die Samuel Bunn mit viel Humor und Aufwand verarbeitet hat.

Werke:
Dinner with a Chimpanzee, The Cradle of Humankind, 2015
Installation, Poligonales Raum-Skelett
Restaurant mit 2 Tischen, Objekten, 15 Videos,
Logik-Voodoo-Objekt

Samuel Bunn *1978 in Northampton, UK,
2011 PGDip Fine Art, Chelsea School of Art and Design
2002 BSc Mathematics and Philosophy, Sheffield University
seit 2013 Studium an der Kunstuniversität Linz, Plastische Konzeptionen – Keramik & Interface Culture

Ausstellungen:
2015 Parallax, David and the Time Machine, with Marco Gobbi, Memphis, Linz, Austria
2014 Ars Electronica, Retreating Switch, 10 Years Interface Cultures, Raumschiff, Linz, Austria
2012 Please Wait, Halka Sanat, Istanbul, Turkey
2011 Me the gang, Chelsea School of Art and Design, London, UK
2010 KittenFace Presents: Transform!, Old Sweet Shop, Sheffield, UK


MIHAELA KAVDANSKA und NATHAN GUO
Förderungspreis der Energie AG gemeinsam mit der Kunstuniversität Linz 2015
In Kooperation mit Kunstunversität Linz, CROSSING EUROPE, OK im OÖ Kulturquartier

Jurybegründung: Das Projekt CODED INTIMACY von Nathan Guo & Mihaela Kavdanska hat die Jury, bestehend aus Christine Dollhofer (Festivalleiterin CROSSING EUROPE Filmfestival Linz), Franz Prieler (Kunstbeauftragter, Energie AG), Genoveva Rückert (Kuratorin, OK Offenes Kulturhaus), Martin Sturm (Künstlerischer Leiter, OÖ Kulturquartier) und Rainer Zendron (­Vizerektor, Kunstuniversität Linz), unter den insgesamt zwölf Einreichungen für sich ge­winnen können. Guo & Kavdanska setzten sich überzeugend mit den Kriterien der Ausschreibung auseinander und entwickelten eine spannende formale und technische Lösung für den speziellen Kontext der Präsentation.

Jury: Christine Dollhofer (Festivalleiterin, CROSSING EUROPE Filmfestival Linz), Franz Prieler (Kunstbeauftragter, Energie AG), Genoveva Rückert (Kuratorin, OK Offenes Kulturhaus), Martin Sturm (Künstlerischer Leiter, OÖ Kulturquartier) und Rainer Zendron (Vizerektor,
Kunstuniversität Linz)

Werke:
Coded Intimacy, 2015
Video
ca. 7 Min., Loop

Photo-Montage, 2015
Leuchtkasten, 304 x 704 cm

Nathan Guo & Mihaela Kavdanska übersetzen Film in Text und Code, indem sie das Bewegtbild in den ASCII-Code übersführen. Diese in den 1960er Jahren entwickelte Codierung (eine Referenz an eine frühe Computersprache) wurde zunächst während Crossing Europe im April 2015 als Bewegtbild auf eine Fassade am OK Platz übertragen und wird nun für die Energie AG als Leuchtkasten und Video gezeigt.

Nathan Guo *1988 in Taiyuan, China,
2007–2011 New Media Art Department, Renmin University, Beijing, China
2009–2010 Kunsthochschule für Medien, Köln, Deutschland
2015 The Institute of Advanced Media Arts and Sciences, Gifu, Japan
seit 2013 Interface Culture Department, Kunstuniversität Linz

Mihaela Kavdanska * in Bulgarien, lebt und arbeitet in Linz und Bukarest
seit Ende der 90er Jahre interdisziplinäre Projekte in Galerien, Museen, Festivals, etc. in Europa, USA und Asien
2001 Master in Bildenden Künste/ Klasse Malerei, National University of Arts, Bukarest
seit 2012 Interface Culture Department, Kunstuniversität, Linz


JOSEF LINSCHINGER
Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Bildende Kunst 2015

Josef Linschinger * 1945 in Gmunden, lebt und arbeitet in Traunkirchen. Josef Linschinger studierte an der Hochschule für Gestaltung Linz. Von 1975 bis 2003 wirkte er als Dozent und Professor an der Kunstuniversität Linz. 2013 leitete Linschinger die XVIII. Internationale Sommerakademie Plauen. Linschinger beschäftigte sich schon vor seinem Studium mit konstruktiver Kunst. Der Kontakt an der Freien Internationalen Hochschule für Farbe und Umwelt in Salzburg (von 1976 bis 1980) mit Heinrich Frieling und die Kollegenschaft mit Max Lüscher an der Kunstuniversität Linz förderten die Auseinandersetzung mit dem Thema Farbe. Ab 1977 entstanden konkrete Reliefs aus Holz und Lack und ab 1987 Leinwandbilder. Ab 1987 arbeitete er auch im Bereich der visuell/konzeptuellen Poesie. Seit der ersten Großplastik 1993 konnte er Projekte im öffentlichen Raum realisieren und 2008 entstanden die ersten Text-Filme. 1981 begann Josef Linschingers Ausstellungstätigkeit. Ab 1986 beteiligte er sich an der Gruppe „vertikal-diagonal-horizontal“, die in mehreren europäischen Ländern ausstellte und deren Fortgang er bis zum Jahr 2000 unterstützte. 1989 organisierte Linschinger die Ausstellungsreihe „Konstruktive Strömungen“, die neun Ausstellungen in sechs Städten Oberösterreichs und in Passau umfasste. Sie wurde zum Pilotprojekt der von ihm 1990 gegründeten Gmundner Symposien für Konkrete Kunst, die er bis 2009 jährlich durchführte. Es konnten Arbeiten von 600 internationalen Künstlerinnen und Künstlern in diesem Rahmen gezeigt und publiziert werden. Linschinger ist Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ. Von 1985 bis 2009 war er Präsident der 1928 gegründeten Künstlergilde Salzkammergut.

Werke von links nach rechts (Foto)Number Cubes, 2015
2-teiliges Objekt
Acrylglas/Folie, je 30 x 30 x 30 cm,
durch Number Die getrennt
Poetic Cube, 1997
Objekt
Acrylglas, 30 x 30 x 30 cm
Number Die, 2015
Objekt
Acrylglas/Folie, 30 x 30 x 30 cm
Mathematic Cube, 1997
Objekt
Acrylglas, Lackiert
30 x 30 x 30 cm
EX, 1994
2-teiliges Objekt
Edelstahl, lackiert
42 x 42 x 42 cm, 30 x 30 x 30 cm
E =, 1995
Mobile
Acrylglas, 75 x 75 x 75 cm
Vokale, 1994
Multiple
Edelstahl, lackiert, 30 x 30 x 30 cm

Preise:
1988, 1993, 1996 Österreichischer Grafikwettbewerb
1998 Verdienstmedaille der Stadt Gmunden
2001 Japan-Stipendium des Bundeskanzleramtes
2009 Kulturmedaille des Landes Oberösterreich
2015 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Bildende Kunst


Pressefotos