Sidenavigation and Modules


OK | LABOR: Tsunami Architecture

Pressemitteilung vom: 25. April 2012

TSUNAMI ARCHITECTURE

Presseinformation vom: 25.04.2012

Datum: 14.03.2012 - 29.04.2012

Eröffnung: 14.03.2012 (All day)

Nach einem Bericht der UNICEF werden jährlich mehr als 200 Millionen Menschen von schweren Naturkatastrophen getroffen. Das damit verbundene Ausmaß der Zerstörung von Lebensraum erfordert humanitäre Soforthilfe und in der Folge Strategien und Konzepte für einen nachhaltigen Wiederaufbau.

Mit einer Ausstellung widmet sich das OK Offenes Kulturhaus aktuell dem Themenbereich der Katastrophenarchitektur.

Die Ausstellung „Tsunami Architecture“ von Christoph Draeger und Heidrun Holzfeind (bis 29. April) im OK zeigt den heutigen Zustand von Bauten, Dörfern und Kommunen in den vom Tsunami 2004 betroffenen Gebieten.
Sechs Jahre nach der Tsunami Katastrophe im indischen Ozean wo ein Erdbeben der Stärke 9.1 eine der schlimmsten Naturkatastrophen der jüngeren Geschichte auslöste, untersuchen die KünstlerInnen Christoph Draeger und Heidrun Holzfeind auf einer Reise in die fünf am stärksten betroffenen Länder den heutigen Zustand von Bauten und Dörfern, die in der Folge des Wiederaufbaus nach dem Tsunami errichtet wurden. Mit Hilfe von Video und Fotografie haben sie die Langzeiteffekte der Katastrophe dokumentiert, sowie Aufnahmen von Überlebenden, Augenzeugen, Hilfsarbeitern und Rettungsmannschaften gesammelt.
Dabei interessierte sie einerseits, wie die Naturgewalt urbane und ländliche Räume verändert hat; andererseits wie die enorme Spendenfreudigkeit die betroffenen Regionen transformiert und lokale Ökonomien und Gemeinden neu gestaltet hat. Ein besonderes Augenmerk gilt den Fragen, wie die nach dem Tsunami gebaute Architektur heute im Alltag funktioniert; wie sehr die Betroffenen selbst in den Wiederaufbau involviert waren; wie diese Bauten von den BewohnerInnen akzeptiert und über die letzten Jahre adaptiert wurden und inwiefern die Architektur soziale oder gemeinschaftliche Strukturen beeinflusst hat.
Die Ergebnisse ihrer sorgfältig recherchierten und poetischen Untersuchung werden im Zuge des Artist in Residence Programms in einer Ausstellung im OK in Videoinstallationen und Fotoserien aufbereitet. Das Projekt führt die doch sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen der beiden Künstler – Holzfeinds Recherche über soziale und architektonische Utopien und Christoph Draegers langjähriger Auseinandersetzung mit Katastrophen – produktiv zusammen.
Um den unterschiedlichen Arbeitsweisen der beiden KünstlerInnen gerecht zu werden, werden ihnen im Crossing Europe Festival eigene Filmprogramme gewidmet.

KURZBIOGRAFIEN

Heidrun Holzfeind (1972) beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. damit, wie (modernistische) Architektur im Alltag funktioniert. Ihre Arbeit befragt immanente architektonische und soziale Utopien und lotet die Grenze zwischen Geschichte und Identität, zwischen individuellen Geschichten und den politischen Narrativen der Gegenwart aus. Ihre Arbeiten wurden u.a. beim Documentary Fortnight Exhibition im MoMA New York; Camera Austria, Graz; Center for Curatorial Studies Bard; Lentos Museum Linz; Manifesta 7, Rovereto, Italy; Centre d’Art Santa Monica, Barcelona; Sala de Arte Público Siqueiros, Mexico City; Galerie im Taxispalais, Innsbruck und im Artists Space in New York gezeigt. In 2011, erhielt sie den Camera Austria Preis der Stadt Graz für zeitgenössische Fotografie, sowie den Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst der Secession Wien. Für 2012 bereitet sie eine Ausstellung in der BAWAG Contemporary in Wien vor.
www.heidrunholzfeind.com

Christoph Draeger (1965) beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Thema Katastrophe. Er stellte u.a. in der Shedhalle Zurich, Kunsthalle Medienturm Graz, im Museum der Moderne Salzburg, P.S. 1 New York, an der 2002 Liverpool Biennale, 1997 KwangJu Biennale, 2002 Torino Biennale, im Whitney Museum New York, New Museum New York, Kunsthaus Zurich, VanAbbe Museum Eindhoven, Carrillo Gil Museum in Mexico City, im MoMA Museum of Modern Art New York, European Media Art Festival EMAF in Osnabrück und im Centraal Museum Utrecht aus.
www.christophdraeger.com

Beide leben seit 1996 in New York und seit dem Sommer 2011 auch teilweise in Wien.


Pressefotos

Abdruck der Bilder bei Nennung des des Bildtextes honorarfrei.
Um die Bilder downzuloaden, mit rechtem Mausklick "Ziel speichern unter…" auswählen.

Alle Fotos (außer anders angegeben): Otto Saxinger.

OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
OK Ausstellungsansicht
Swimming Pool - Foto: Christoph Draeger
Swimming Pool - Foto: Christoph Draeger