Sidenavigation and Modules


Höhenrausch.1

Pressemitteilung vom: 25. Mai 2009

OK | HÖHENRAUSCH
Kunst über den Dächern von Linz

Eine Ausstellung in 7 Stationen

OK Offenes Kulturhaus OÖ mit LINZ 2009 Kulturhauptstadt Europas

Presseinformation vom: 25.05.2009

Datum: 29.05.2009 - 31.10.2009

Eröffnung: 28.05.2009 - 20:30

Ausstellungsarchitektur: Atelier Bow-Wow, Tokio (in Zusammenarbeit mit Riepl Riepl Architekten, Linz)
Wirtschaftspartner: RLB Raiffeisen Landesbank OÖ
Kuratoren: Paolo Bianchi & Martin Sturm

Im letzten Teil der Trilogie KUNST IN DIE STADT!! verlassen das OK und Linz09 den sicheren Boden unter den Füßen und setzen zu neuen Höhepunkten im öffentlichen Raum an. Nach Schaufenstern („Schaurausch“) und Stollen („Tiefenrausch“) werden jetzt die Dächer im Zentrum von Linz bespielt und begangen. KünstlerInnen locken mit ihren Werken in himmlische Sphären.

Das Projekt

In einem gemeinsamen Kraftakt von OK, Linz09, Stadt Linz, Land OÖ und dem Wirtschaftspartner Raiffeisenlandesbank OÖ entstand ein Kunstprojekt, wie es die Stadt noch nicht gesehen hat: Ein Ausstellungs-Parcours, beginnend auf dem OK Platz, führt vom OK über das City Parkhaus auf das Dach des Passage City Centers, zurück in das OK, über eine neue Brücke durch die bisher unbekannte Dachlandschaft des Ursulinenhofes. Nach etwa 1, 5 km Rundweg über Stiegen, Stege, Brücken, Aussichtspunkte, Flachdächer und Dachböden landen die BesucherInnen auf der Landstraße.

  • WICHTIGE INFORMATION: Wegen großer Nachfrage gibt es für den Eröffnungsrundgang Platzkarten. Die sind ab morgen Dienstag 26.5. sowohl an der OK Kassa als auch im Linz09 Infobüro am Hauptplatz erhältlich.
Die Partner

Baubehörde

Umfangreiche Baumaßnahmen sind nötig, um dieses Großprojekt zu realisieren: Statische Gutachten, bauliche Ausschreibungen und Genehmigungsverfahren stellten das OK vor Herausforderungen, die gemeinsam mit den Behörden der Stadt Linz bewältigt wurden.

Brückenschlag

Eine Brücke verbindet das OK mit dem Ursulinenhof und erschließt dadurch die neue Kunstsammlung des Landes Oberösterreich. Die Verbindung bleibt auch nach dem Höhenrausch bestehen und verleiht dem Projekt auf diese Weise einen hohen Grad an Nachhaltigkeit.

Wirtschaftspartner

Die Raiffeisenlandesbank OÖ engagiert sich nicht nur als einer der Hauptpartner von Linz09, sondern auch durch die konstruktive Zusammenarbeit mit den Partnereinrichtungen Real Treuhand und Passage City Center. So ist es gelungen, ein Projekt zu realisieren, das weit über Linz hinaus Wirkung zeigt und zeigen wird.

Architekten und Ausführung

Die Idee zur Wegführung zwischen OK, Passagedach und Ursulinenhof wurde vom OK gemeinsam mit Riepl Riepl Architekten entwickelt. Das Büro Riepl ist auch der oberösterreichische "Sparring-Partner" des japanischen Architektenteams und wurde mit Ausführungsplanung und örtlicher Bauaufsicht betraut. Den Holzsteg baut das Mühlviertler Unternehmen Gebrüder Resch.

Der Rundgang

Wer hochsteigt, verwandelt sich in die Figur des Dachwanderers und erkundet in 7 Stationen eine ungewohnte Perspektive auf die Stadt: 1) Himmels Stiege, 2) Luna Park, 3) Dach Steg, 4) Linz09 Lounge, 5) Kunst Labor, 6) Kräuter Garten, 7) Dach Boden.
Der Parcours führt über Stege und Stiegen – von Haus zu Haus, von Dach zu Dach. Der Weg verändert sich durch das ständige Auf und Ab. Die Räume werden im Wechsel von Innen und Außen durchquert. Die Besucher verlassen die Oberfläche des Vertrauten. Am Ende landen sie auf dem Boden der Realität, auf der Landstraße. 150 Tage bleiben für das Erlebnis „Höhenrausch“. Dann wird der Himmel über Linz wieder geschlossen.

1. Himmels Stiege

Im OK beginnt die fast endlos scheinende Himmels Stiege. Der Weg zum Gipfel der Kunst bzw. zum „Höhenrausch“ führt von Stufe zu Stufe. Die meisten Religionen stellen sich den Weg ins Paradies als Aufstieg vor. Ein großer Teil von ihnen setzt diesen Aufstieg mit Hilfe der Leiter ins sprechende Bild. Die profane Leiter wird zum Medium, das Unvorstellbare in die Vorstellung einzuholen. In der symbolischen Wahrnehmung verkürzt sich die unendliche Strecke zu einer kurzen Kletterpartie.
Die hier gebaute Stiege aus Holz verbindet oben auf dem Dach - über Treppen und Gänge - mehrere Gebäude miteinander. Einige Zweige des Weges erscheinen als Überhang des Gebäudes. Was als Himmels Stiege beginnt, entfaltet sich wie das Wurzelwerk eines Baums, das horizontal über den Dächern wuchert.

Georg LindORFER, AT

Flieeeeeg, 2009

In Lindorfers Szenerie können die Besucher ihren Kopf durch das Loch einer bemalten Plakatwand stecken und ein Jahrmarkt-Foto von sich machen. Die Porträtierten schlüpfen in die Rolle einer riesenhaften Kindgestalt mit Luftballon, die in der Animation auf der Rückseite der Tafel vom OK Platz entschwebt.

Leonid Tishkov, RU

Private Moon, 2009

In vielen Kulturen wird der Mond als Göttin verehrt. So stimmt Tishkov mit der vom Himmel gefallenen Mondsichel ein visuelles Gedicht über das Weibliche an. In Linz hat der Mond eine temporäre Heimstatt in der Kapelle gefunden und kann entliehen werden. Wo immer dieser Himmelskörper als Gast in Linz erscheint, überwindet er die Einsamkeit der Stadtmenschen und schart viele Zuschauer um sich.

Atelier Bow-Wow, JP
in Kooperation mit Riepl Riepl Architekten

Linz Super Branch, 2009

Die Himmelstiege von Atelier Bow-Wow dient als Brücke in ein anderes Land. Wer sie betritt, lässt alles zurück: Alltagstrott, Arbeitsstress und Ängstlichkeit. Sie ist die ideale Aufstiegshilfe in die Etagen des Lunaparks und führt dorthin, wo der Himmel „voller Geigen“ hängt.

2. Luna Park

Mit der Ankunft in einem Luna Park (Parkdeck der Hochgarage Dametzstraße/Marienstraße) beschreitet das Publikum einen Ort der Sensationen, der sinnlichen Erlebniswelt.

Pierre Bismuth, Fr/BE

Respect the Dead, 2001–2009

Bismuth zeigt die ersten Minuten aus Filmen wie "Dirty Harry", "Vertigo" und "Highlander". Sobald ein Darsteller dieser Filme zu Tode kommt wird der Film abrupt beendet und es folgt der Abspann. Der radikale Cut macht aus filmischen Nebenfiguren Hauptdarsteller und fordert ironisch einen respektvollen Umgang mit ihrem plötzlichen Tod ein. Für den Höhenrausch über den Dächern von Linz hat Bismuth speziell eine Serie von Filmen ausgewählt, die alle auf Dächern, Parkgaragen oder Balkonen spielen.

Ricardo Jacinto, PT

Labyrinthis, 2007–2009

Das Ballonbündel von Jacinto vermindert das Körpergewicht um 35 kg und führt zur Einschränkung der Balance. Dieses Werk thematisiert den Gleichgewichtssinn im Innenohr, dessen Irritation die „Labyrinthitis“-Erkrankung hervorruft, aber auch den Kick auf jenen Wirbel-Maschinen auslöst, wie man sie in Vergnüngsparks findet.

Shaun Gladwell, AU

Voyage/Descent, 2009

Gladwell filmte Og D’Souza, der im Gebäude der Biennale von São Paulo (von Oscar Niemeyer) ohne seine Beine zu benutzen auf dem Skateboard seine Runden dreht. Die Arbeit zeigt Og, wie er Schwerkraft definiert indem er auf den Kopf gestellt durch das weitläufige Gebäude fährt. Ebenso dokumentierte er in New Plymouth, Neuseeland eine Skateboardfahrt direkt am Meer in einer Parkgarage. Nachdem dieser Park-Turm am Meer und neben dem Vulkan „Taranaki“ liegt, hat ihn Gladwell als die schönste Parkgarage der Welt beschrieben.

Brigitte Felderer, AT

Höhenflüge, 2009

Der Bilderparcours von Felderer versammelt Plakate, Schlagzeilen, Filmbilder und Kunst vom 18. Jahrhundert bis ins Jahr 2000. Nicht die Adligen entschweben in den Himmel, sondern schlaue Bürger, freche Frauen, raffinierte Illusionisten, mutige Künstler und romantische Outsider. Und wer nicht mitfliegt, stürzt ab.

Maider López, ES

High Wheel, 2009

Der von López angeregte neue Farbanstrich - Rot für das Gerüst, Grün für die Gondeln - verwandelt das Riesenrad der Familie Rieger in eine Skulptur, in ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und macht es zugleich zum Wahrzeichen der Kulturhauptstadt. Das Mitte der 1960er-Jahre konstruierte Riesenrad der Familie Rieger wurde zum Wahrzeichen des Urfahranermarktes. Damals das größte mobile Rad im süddeutschen Raum, überzeugt es noch heute durch seinen Retrocharme und die kühnen schiffartigen Gondeln, die ein intensives Schwebe- und Schwindelerlebnis garantieren. Im Video von Maider López verschwindet durch digitale Bearbeitung die monumentale rote Konstruktion und übrig bleiben die sich grün drehenden Gondeln, die wie von Zauberhand bewegt über der Stadt schweben.

Andreas Strauss, AT

90° Kiosk, 2007/2009

Der auf den Kopf gestellte Bauwagen von Strauss ist einer seiner typischen Multifunktions-Tools, die er aus dem ursprünglichen Zusammenhang nimmt und durch funktonale architektonische Eingriffe einer neuen Widmung zuführt. Er dient als Wetterstation, Kiosk und Hot Spot zugleich. Das Angebot variiert je nach Wetterlage: bei Regen gibt es Schirme, bei Hitze eingeschweißte Getränke, wie im Flugzeug und bei Wind Seifenblasen.
Ein Kooperation mit Time’s Up und FunkFeuer.

Roman Signer, CH

Raketenbahn, 2009

Signer schießt einmal täglich die Grußbotschaften der Besucher mit einer Raketenbahn quer über den OK Platz. Dieses nur wenige Augenblicke dauernde Ereignis erheitert und lässt einen schmunzeln über diese explosive Art der Übermittlung, die der heute meist digitalen hinterher jagt.

3. Dach Steg

Der Weg führt weiter über das Passagedach, den größten unbekannten Dachgarten von Linz. Es gilt, die urbane Silhouette von Linz zu erkunden: Häuser, 30 Kirchtürme und ein Hochofenabstich.

Atelier Bow-Wow, JP

Linz super BraNch, 2009

Atelier Bow-Wow nennt seine Großskulptur „Linz Super Branch“, also den „Linzer Super-Zweig“. Die Ast- und Zweigidee gilt für die modulare Bauart, aber auch wörtlich. Was als Himmelsstiege beginnt, wuchert nun horizontal übers Dach wie das Wurzel- und Zweigwerk eines Baums – mit Ästen über dem Abgrund.

Werner Pfeffer, AT

Stadtmensch, 2009

Pfeffer errichtete Aussichtspunkte und Panoramatafeln und erzählt von Stadtmenschen wie dem Organisten, dem Linzertorten-Bäcker und den Skatern. Der Blick nach Süden zielt nach Triest und zu den voestalpine-Hochofenarbeitern. In den "Hörpunkten" klingen Straßenbahn und Glockengeläut.

Shih-Yung Ku, Taiwan

Bubble Man, 2006

An einem Heliumballon mit 4 Meter Durchmesser klebt eine lebensgroße Figur, die hoch oben schwebt und schwankt, je nachdem wie der Wind geht. Der Luftblasenmann von Ku erinnert daran, dass unter all den großen Erfindungen der Menschheit – vom Rad über den Buchdruck und die Segelschiffe bis hin zum Computer – kaum eine die Welt so sehr verändert hat wie die Eroberung der Lüfte und die Sehnsucht nach dem Höhenrausch. Aus Sicherheitsgründen (für ihn und für uns) wird der „Bubble Man“ jeden Abend eingezogen und am Morgen wieder gehisst. Er ist damit nicht nur ein Sehnsuchtszeichen, sondern auch ein praktischer Hinweis: Immer dann, wenn er über der Stadt sichtbar wird, ist der Höhenrausch geöffnet und zugänglich.

Paul DeMarinis, US

Rain Dance, 1998–2009

DeMarinis Klanginstallation benutzt Wasser um bekannte Melodien als Komposition aus Tropfen und Klangvibrationen erklingen zu lassen. Der aufgespannte Regenschirm wird zum Resonanzkörper für Klangwelten aus feinen Wasserfäden – auch bei Sonnenschein.

4. Linz09 Lounge

Der Steg führt hinaus auf das Freideck des OK. Die Linz09 Lounge bietet Entspannung und Erfrischung. Die BesucherInnen können hier „Höhenrausch“- Grusskarten mit der Raketenbahn des Künstlers Roman Signer verschicken.

5. OK Labor

KünstlerInnen untersuchen das „Phänomen Höhenrausch“. Oben oder Unten, Überwindung der Schwerkraft, Fliegen, Fallen und Steigen. Studien, Versuche, Untersuchungen und Experimente. Das OK Labor schlägt die Brücke zu unserem Nachbarn. Es verbindet das OK mit dem Ursulinenhof und wirft einen Blick in die neue Kunstsammlung.

Martin Music, AT

Music in the Sky, 2005/2009

An 5000 heliumgefüllten Luftballonen hängend, war Music´ Aufstieg auf das Dach bei der Eröffnung ein echter Höhenrausch. Der Künstler erfüllt buchstäblich das Wunschbild der Menschen zu entschweben: schnell flüchtend, melancholisch, clownesque – und dennoch schwingt das Risiko mit. Ein Video dokumentiert den spektakulären Flug, die Ballone verbleiben als Fluggerät und Relikt in der Ausstellung.

Inger Lise Hansen, NO

Parallax, 2009

Hansen drehte ihren Film im Februar 09 über den Dächern von Linz mit „umgekehrter“ Perspektive. Die auf den Kopf gestellte Super-16mm-Kamera wurde bloß Zentimeter um Zentimeter von Einstellung zu Einstellung bewegt. Diese „Stop Motion“-Technik verleiht Wetter, Licht und Schatten eine ungeahnte Präsenz.

Erwin Wurm, AT

Tell, 2007/2008

Wurms Video zeigt ein Paar auf der Autofahrt durch Wiens Innenstadt beim Philosophieren über Wirklichkeit und Physik. Je länger die Autofahrt dauert, desto mehr verändern sich die physikalischen Kräfte. Am Ende fährt das Auto plötzlich vertikal eine Hauswand hoch. Das Paar steigt aus.

Roman Signer, CH

Filme, 1981 - 2006

Signer vollführt mit seinen Videos und Filmen einen Balanceakt zwischen Schalk und Melancholie. Er geht immer von skulpturalen Versuchsanordnungen aus und dokumentiert jedes Stadium dieser Zeitskulpturen oder „Ereignisse“. Dabei werden elementare Kräfte untersucht und die Zeit als vierte Dimension und formendes Element mit einbezogen. Spreng- und Knallereignisse stimulieren die Sinne und wenn ein Eimer mit Videokamera vom 20. Stock eines Hauses auf die Straße kracht, dann reißt der Sturz in die Leere den Blick mit sich. Wir fliegen mit dem Eimer mit!

Leonid Tishkov, RU

Sky Roof Experiences, 1999 - 2009

Tishkovs Atelier befindet sich in der obersten Etage eines 24 Stockwerke hohen Gebäudes in Moskau. Das Dach nutzt er als natürlichen Schauplatz für seine Untersuchungen und für sein „Gespräch mit den Himmeln“. Im Winter steigt er hoch zum Skifahren oder nutzt das gestalterische Potential des Windes an dieser Schnittstelle zwischen Himmel und Erde.

Shih-Yung Ku, Taiwan

Lightness, the way to let you lighter, 2000

Im Video von Ku bläst ein Mann einen Luftballon so groß auf, dass er daran hängend in den Weltraum entschwindet. Plötzlich jedoch platzt der Traum vom Fliegen und er stürzt mit einer Explosion zu Boden. Die kaleidoskopische Präsentation zeigt Himmelsflug und -sturz als Farbenexplosion.

Fiona Tan, Indonesien/NL

Tilt, 2003

Lift, 2000

In Tans Foto schwebt ein Mensch an einem Bündel roter Luftballons sanft über blattlose Laubbäume. Die Erdung ebenso verloren hat im Video „Tilt“ ein kleines Kind, das in einem Fallschirmgurt schwebt, sinkt und steigt. Es wird in diesem physikalischen Experiment glucksend von weißen Ballons zur Decke getragen.

6. Kräuter Garten

Das Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken eines Heilkräutergartens auf dem Dach des ehemaligen Ursulinenklosters öffnet die Sinne und schafft zugleich die natürliche Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Pflanzen, die man hier zieht, werden seit Menschengedenken zu Heilzwecken eingesetzt. Die taiwanesische Künstlerin WU MALI errichtete den Garten mit Hilfe Bergkräuter Genossenschaft Hirschbach im Mühlviertel.

Mali Wu, Taiwan

Paradiesgarten, 2009

Das Sehen, Riechen, Fühlen, Schmecken im kleinen Heilkräutergarten auf dem Dach des alten Ursulinenklosters öffnet die Sinne. Und schafft zugleich die natürliche Verbindung zwischen Himmel und Erde, aber auch zur historischen Verbindung von U-Hof und OK über einen Klostergarten der gemeinsamen Anlage. Für Wu wird das Gärtnern zur Meditation entlang der Wege einer lebenden Apotheke.

Das Zettel-Spalier von Wu im 2. Stock des Ursulinenhofes gibt Auskunft zum „geheimen“ Wissen über die Heilwirkung von Pflanzen. Kräuter-Rezepte aus unterschiedlichen Wissensgebieten (Literatur, Kulturgeschichte, Pharmazie, traditionelle chinesische Medizin TCM und überliefertes Wissen) können frei entnommen werden!

7. Dach Boden

Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Dachboden des Ursulinenhofs erstahlt in neuer Pracht.
Der Abstieg über die Hintertreppe zurück in den urbanen Alltag lässt die BesucherInnen selbst auf Straßenhöhe die Stadt mit neuen Augen sehen.

Serge Spitzer, US

Untitled (LINZ), 2008–2009

Pipilotti Rist, CH

Open My Glade (Flatten), 2000

Im Film presst die von Rist selbst dargestellte Frau Kopf, Lippen und Hände gegen eine Fensterscheibe. Offen bleibt, ob Nähe oder Gefangenschaft sich zeigt. Die obsessive Liebkosung des Fensters im alten Ursulinenkloster ist wie ein letzter himmlischer Gruß vor dem Abstieg auf die Erde. Der Himmel liegt hinter uns und wir sind wieder in der Wirklichkeit angekommen.

Die Publikation

Der von Paolo Bianchi & Martin Sturm für das OK Offenes Kulturhaus OÖ herausgegebene Katalog ist ein „visual reader“, ein Bilder-Lese-Buch. Er bildet den Höhenrausch-Parcours ab und versammelt Materialien zu den KünstlerInnen und zum Phänomen Höhenrausch selbst. Erscheinungstermin ist August 2009. Verlag: Folio Verlag, Wien/Bozen. Buchgestaltung: Stephan Fiedler, Berlin.

Die Kuratoren

„Die Höhenrausch-Ausstellung widmet sich dem Rauschen, welches wir über den Dächern von Linz hören. In der ganzen Weite des Blickes herrscht es ununterbrochen fort. Es entsteht, so wie der Regen zur Erde fällt oder die Sonne einem auf den Kopf brennt.“

Paolo Bianchi & Martin Sturm

Paolo Bianchi, geboren 1960, ist freier Ausstellungsmacher und Gastherausgeber der Zeitschrift „Kunstforum International“. Er lebt in Baden bei Zürich.
Martin Sturm, geboren 1957, ist Direktor des OK Offenes Kulturhaus OÖ.

Künstlerinnen und Künstler

Atelier Bow-Wow (JPN)
Pierre Bismuth (FR/BE)
Paul DeMarinis (USA)
Inger Lise Hansen (NOR)
Ricardo Jacinto (POR)
Shih-Yung Ku (Taiwan)
Georg Lindorfer (AUT)
Fiona Tan (NED)
Mali Wu (Taiwan)
Maider López (ESP)
Martin Music (AUT)
Werner Pfeffer (AUT)
Pipilotti Rist (SUI)
Roman Signer (SUI)
Andreas Strauss (AUT)
Serge Spitzer (USA)
Leonid Tishkov (RUS)
Erwin Wurm (AUT)

Kompaktinfo

Ausstellung: 29. Mai – 31.Oktober 2009
Öffnungszeiten: Täglich 11.00 – 22.00 Uhr, Dienstag geschlossen

Tickets, Informationen, Führungen
+43.732.78 41 78-555, office@ok-centrum.at

Eintritt: EinzelbesucherInnen: 10,— / ermäßigt 7,— Euro,
Gruppentarif (Eintritt und Führung für 15 Personen): 120,—

Versierte BegleiterInnen nehmen die BesucherInnen mit in luftige Höhen.
Auf Wunsch bieten wir neben der Führung auch einen Höhenrausch-Cocktail in der 09 Lounge.

Die Katholische Kirche in OÖ und die Austria Guides beteiligen sich ebenfalls mit Führungen am Projekt Höhenrausch.

Die Projektpartner

OK Offenes Kulturhaus OÖ
Direktor: Martin Sturm
www.ok-centrum.at

Linz 2009 – Kulturhauptstadt Europas Organisations-GmbH
Intendant: Martin Heller
www.linz09.at


Pressefotos

OK | Höhenrausch Luftbild, Foto: Pertlwieser/StPL
OK | Höhenrausch Luftbild, Foto: Pertlwieser/StPL
OK | Höhenrausch, Foto: OK, Dietmar Tollerian
OK | Höhenrausch, Foto: OK, Dietmar Tollerian
OK | Höhenrausch, Foto: OK, Dietmar Tollerian
OK | Höhenrausch, Foto: OK, Dietmar Tollerian
OK-Ansicht Dametzstrasse
OK-Ansicht Dametzstrasse
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch, Modell
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch, Modell
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch, Modell
Atelier BowWow: Dachsteg Höhenrausch, Modell
Riesenrad, Foto: OK, Dietmar Tollerian
Riesenrad, Foto: OK, Dietmar Tollerian
Riesenrad, Foto: OK, Dietmar Tollerian
Riesenrad, Foto: OK, Dietmar Tollerian
Maider LÓPEZ: High Wheel, 2009
Maider LÓPEZ: High Wheel, 2009
Maider LÓPEZ: High Wheel, 2009 Videostill
Maider LÓPEZ: High Wheel, 2009 Videostill
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Serge SPITZER: Untitled (LINZ), 2008–2009
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Shih-Yung Ku: Bubble Man
Georg Lindorfer: Flieeeeeg, 2009 Videostill
Georg Lindorfer: Flieeeeeg, 2009 Videostill
Leonid TISHKOV: Private Moon, 2009
Leonid TISHKOV: Private Moon, 2009
Leonid TISHKOV: Private Moon, 2009
Leonid TISHKOV: Private Moon, 2009
Leonid Tishkov: Private Moon Foto: Boris Bendikov
Leonid Tishkov: Private Moon Foto: Boris Bendikov
Leonid Tishkov: Private Moon Foto: Boris Bendikov
Leonid Tishkov: Private Moon Foto: Boris Bendikov
Paul DeMARINIS: Rain Dance, 1998–2009
Paul DeMARINIS: Rain Dance, 1998–2009
Paul DeMARINIS: Rain Dance, 1998–2009
Paul DeMARINIS: Rain Dance, 1998–2009
Shaun GLADWELL: Voyage/Descent, 2009
Shaun GLADWELL: Voyage/Descent, 2009
Shaun GLADWELL: Voyage/Descent, 2009
Shaun GLADWELL: Voyage/Descent, 2009
Hans KROPSHOFER
Hans KROPSHOFER
Hans KROPSHOFER
Hans KROPSHOFER
Werner PFEFFER: Stadtmensch, 2009
Werner PFEFFER: Stadtmensch, 2009
Werner PFEFFER: Stadtmensch, 2009
Werner PFEFFER: Stadtmensch, 2009
Pipilotti RIST: Open My Glade (Flatten), 2000
Pipilotti RIST: Open My Glade (Flatten), 2000
Pipilotti RIST: Open My Glade (Flatten), 2000
Pipilotti RIST: Open My Glade (Flatten), 2000
Roman SIGNER: Filme, 1981 - 2006
Roman SIGNER: Filme, 1981 - 2006
Roman SIGNER: Filme, 1981 - 2006
Roman SIGNER: Filme, 1981 - 2006
Andreas STRAUSS: 90° Kiosk, 2007/2009
Andreas STRAUSS: 90° Kiosk, 2007/2009
Andreas STRAUSS: 90° Kiosk, 2007/2009
Andreas STRAUSS: 90° Kiosk, 2007/2009
Mali WU: Paradiesgarten, 2009
Mali WU: Paradiesgarten, 2009
Mali WU: Paradiesgarten, 2009
Mali WU: Paradiesgarten, 2009
Inger Lise Hansen: Parallax Videostill
Inger Lise Hansen: Parallax Videostill
Fiona Tan: Tilt Videostill
Fiona Tan: Tilt Videostill
Brigitte Felderer: Höhenflüge, 2009 Postkarte: Sammlung Peter Weiss, www.postcard-museum.com Montage und Foto: Luisa Santos graphische Gestaltung: Loys Egg
Brigitte Felderer: Höhenflüge, 2009 Postkarte: Sammlung Peter Weiss, www.postcard-museum.com Montage und Foto: Luisa Santos graphische Gestaltung: Loys Egg