Die Schnecke hüpft durchs Gras

Voice Crack, St. Gallen

Geknackte Alltagselektronik in verschiedenen kleineren Aktionen,
Mediendeck

Probleme bei der Datenkonversion

Sobald der Angler sein Radio mit hinreichender Kompetenz selber einstellen kann, stellt sich auch der Wunsch nach Experimenten ein. Anfangs beschränken sie sich meist darauf, mit üblichen Mustern zu variieren und versteigen sich noch nicht in dem Versuch, Fliegen zu entwerfen und zu binden, die den natürlichen Pfiff, so wie das menschliche Ohr ihn hört, nachbilden. Doch mit der Zeit wird der interessierte Angler bei seinen Wanderungen die Flüsse hinauf und hinunter ein immer schärferes Ohr für den Pfiff und für die Fliegen bekommen, nach denen er steigt. Das beeinflusst auch das Fliegenbinden. Der erfahrene Angler kann eine ihm fremde Strecke ansehen und sogleich wissen: hier müsste eine stehen - und da - und dort! Und er wird diese Stellen befischen, und gar nicht selten wird sich seine Vorhersage bestätigen. Warum? Ganz einfach, weil er aus der Erfahrung und Gewohnheit erkennt, welche Stellen in welchen Gewässern pfeifen. Ein Sicherheitsfaktor in dieser stillen Pfeiflandschaft liegt darin, dass unsere Ohren in Seen und Staubecken weit mehr zum Herumkreuzen neigen, als die Pfiffe in strömenden Gewässern. Sie müssen sich ja ihre Schallwellen suchen, die den anderen ins Ohr treiben. So kommt zwar unser Pfiff nicht zum Ohr, aber es besteht Aussicht, dass das Ohr zum Pfiff kommt.

Andy Guhl, *1952,

Norbert Möslang, *1952,

leben in St.Gallen, Schweiz.

Seit 1972 Zusammenarbeit:

Konzerte,

Einzelausstellungen,

Aktionen,

Tonträger...

back