BEARING

Leo Schatzl, Wien

tückische Objekte in unterschiedlicher Plazierung
(Plüschtiere, technische Einbauten und Installationen )

Lexikon:
bear
s Bär; fig (grober) Klotz (Mensch), fam sture(r) Bock; com Basisspekulant; com Schwarzseher; tech Rammbär m, ...
bearing
Fähigkeit f des Tragens, des Hervorbringens; Ertragen, Dulden; Verhalten, Auftreten, Benehmen n; Sinn m, Bedeutung; Tragweite; ...

Plüschtiere, im Besonderen Teddybären sind wohl die populärsten und am weitesten verbreiteten Spielzeuge dieses Jahrhunderts in unserer Welt der westlichen Industrieländer.
Ohne auf die tieferen Ursachen ihrer Beliebtheit einzugehen, sei soviel angemerkt, daß sie sich aufgrund ihrer Physiognomie und ihrer materiellen Beschaffenheit besonders gut eignen, wie Schwämme unsere emotionalen Notdürfte zu absorbieren, Lebenslasten des Alltags mit gutmütigem Blick zu empfangen und widerspruchslos im weichen, kuscheligen Körperpolster auszufedern.
Beruhigend. Die idealen Empfänger.

Die in der Ausstellung gezeigten Plüschobjekte ("bearings") spielen mit diesem Umstand und somit auch mit dem Besucher. Sie wehren gewohnte Erwartungen ab, reagieren, oder sie werden zu Schnittstellen mehrerer Benutzer. Das Agieren mit diesen Dingen startet unvermutete Feedbacks ...

"Wer Halt sucht an diesem Freund, für den ist die Plüschpfote immer griffbereit." 1

1 Erika Casparek-Türkkan, in: TEDDYBÄREN,
Wilhelm Heyne Verlag GmbH, München 1998

Mitarbeiter:
Michaela Bauer (Textiles Gestalten),
Peter Hauenschild (3D-Animation),
Kurt Hennrich (Media Composing)

Leo Schatzl, * 1958 in Obernberg/Inn geboren, lebt seit 1987 als freischaffender Künstler in Wien. Er studierte 'Visuelle Gestaltung' an der Linzer Kunsthochschule (bei Prof. L.Ortner). Sein Arbeitsbereich umfaßt interdisziplinäre Rauminstallatio-nen, elektronische Medien und Photographie.

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