| Der Aufbau einer Schallschutzwand macht aus einem Unort einen Ort für Menschen, ein optisch und akustisch geschütztes Areal. Die bauliche Abgrenzung dient vor allem zur Minderung der Geräuschwolke des permanenten Straßenverkehrs; sie ist zwar noch präsent, aber in viel geringerem Maße. Mein Überwurf verbindet die unterschiedlichen akustischen Qualitäten des Davor und Dahinter beider Seiten zu einem simultanen Hörerlebnis und markiert die bauliche Konstruktion mit einer Reihe sackähnlicher Objekte. Optisch hat jedes Element eine nicht einseh-bare Dependance im Dahinter, akustisch entsteht ein neuer Zusammenhang zwischen den Geräuschen des nun nicht mehr sichtbaren Straßenverkehrs und denen meiner Komposition. Die Verlautbarungen der Straße werden in ihrer zeitlichen Zufälligkeit Teil des Hörvorgangs. Ulrich Eller | Ulrich Eller, *1953, lebt in Norderheistedt/Dithmarschen und Hannover. 1977 - 83 Studium an der HdK Berlin, Meisterschüler. Seit 1994 Professur für Plastik, Raum und grenzüberschreitende künstlerische Inszenierung am FB Bildende Kunst der Fachhochschule Hannover. 1987 Dokumenta 8, Kassel. |