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Ausgehend von den Gegebenheiten des Platzes vor dem O.K wird ein klangarchitektonisches Environment, bestehend aus Klängen von elektronischem und mechanischem Spielzeug, Aufnahmen des Inneren eines menschlichen Organismus, elektronischen, maschinell erzeugten Sounds sowie Aufnahmen der Umgebung installiert.
Durch eine analoge Matrix mehrfach gespielt, wird das Environment in einer Hörstation räumlich-aku-stisch abgebildet. Die klangliche Intervention ist als punktuelles Fenster einer Hörstation zu verstehen, als öffentlich zugängliches Klangobservatorium, das in seiner Funktion Sternobservatorien ähnelt. Im geschlossenen Klangraum werden in einem dreidimensionalen Modell der gesamten Umgebung sowie der "virtuellen Spielstätte" verschiedene Hörpunkte wiedergegeben. Von den Mischplätzen aus lassen sich diese Klangwirbel so aufeinander abstimmen, daß sie im andauernden Klangstrom der Umgebung neuartige Hohlräume erzeugen. Pulsfelder und Sonarsignale stecken den Raum ab, Flächen und Klangfelder füllen diesen. Vor Ort gemachte Aufnahmen anderer Tages- und Nachtzeiten werden eingespeist und zu bestimmten anderen Zeiten wieder abgespielt. Es entwickelt sich eine Zeitarchitektur auf den spezifischen Raum, ein feines Tuning von Umgebung, Klängen und Zeitabläufen. | Christof Cargnelli, *1969, Peter Szely, *1969, Seit 1990 kontinuierliche Zusammenarbeit als Cargnelli/Szely sowie auch in anderen Kooperationen. |