The Promise, the Land
Jüdisch-israelische KünstlerInnen im Verhältnis zu Politik und Gesellschaft

Themenausstellung: 7. März - 27. April 2003
Eröffnung: 6. März 2003

ab 21.00 Konzert
Sebastian Meissner (Random Inc., Klimek)

 

Presse

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Foto: Adi Nes

Israel: gegründet als Staat der Juden, heute mit einem Fünftel palästinensischer Bevölkerung, geprägt von vielfältigen Konflikten zwischen religiösen und säkularen, europäischen und arabischen Juden, ein
militarisierter Krisenherd in Permanenz, mit dem Österreich durch die gemeinsame Geschichte auf besondere Weise verbunden ist.
Wie artikulieren sich die Echos des eigenen Opfer-Status als jüdische Künstlerpersönlichkeit in Stellungnahmen zur Politik gegenüber den PalästinenserInnen? Wie können Einwände gegen eindimensionale Identitätskonstruktionen formuliert werden, ohne die jeweils eigene gesellschaftliche Position auszublenden? Wie äußern sich Kritik, Dissidenz, Widerstand, Entfremdung und psychische Destabilisierung? Welche visuellen Sprachen werden den massenmedialen Darstellungen hinzugefügt oder entgegengesetzt?
Mit dieser Ausstellung wird der Versuch unternommen, dem latenten Einsickern antisemitischer Untertöne in Kritik an der gegenwärtigen israelischen Staatspolitik, wie in europäischen Debatten zu beobachten, eine Differenzierung entgegen zu setzen. Ein Informationsdisplay, das politische und ökonomische Fakten vermittelt, ein Filmprogramm sowie ein Symposium werden das Projekt vervollständigen.

KünstlerInnen:

Tal Adler
(Tel Aviv)
Oreet Ashery (London)
Yael Bartana (Amsterdam)
Projekt borderlinedisorder
Tirtza Even (New York City)
Meir Gal (New York City)
Horit Herman Peled (Tel Aviv)
Dana Levy mit Marc Lafia und Didi Fire (Tel Aviv)
Adi Nes (Tel Aviv)
Yigal Nizri (Tel Aviv)
Maria Pomiansky (Tel Aviv)
Guy Raz (Tel Aviv)
Roee Rosen (Israel)
Eran Schaerf (Berlin)
Khen Shish (Tel Aviv)


VIDEOPROGRAMM, kuratiert von SERGIO EDELSZTEIN
"Zoom In ­ Zoom Out"
Realität, Medien und Mythen in der israelischen Videokunst.
Das Videoprogramm ist integraler Teil der Ausstellung. Zusammengestellt wurde es von Sergio Edelsztein, dem Direktor des Center for Contemporary Art und Gründer von "VideoZone", der 2002 erstmals stattfindenden Video-Biennale in Tel Aviv. Die darin vertretenen KünstlerInnen Doron Solomons, Dana Levy, Boaz Arad u.v.a setzen sich mit dem besonderen Einfluss auseinander, den israelische Massenmedien, im speziellen das Fernsehen, auf politische Entscheidungen und die Bevölkerung haben.

begleitendes Symposium
Remapping the Region

ISRAEL Filmtage
im Moviemento

   
  7. März 2003, 20.00 Moviemento
Forget Baghdad
Dokumentarfilm CH/D 2002, 1:54
Arabisch/Englisch/Hebräisch mit deutschen Untertiteln
in Anwesenheit des Regisseurs SAMIR