Andrea van der Straeten
Was ich gehört habe
5 Wandzeichnungen, Filzstift auf Dispersion, ca. 220 x 180 cm
 


Andrea van der Straeten
"Was ich gehört habe"
Fotos: Otto Saxinger

Andrea van der Straeten arbeitet seit Jahren zur Frage, welchen Stellenwert ephemere Kommunikationsformen wie Gespräche, Gerede, Gerüchte als Material in der Kunst einnehmen können.
Ihre Werkgruppe „Was ich gehört habe..." ist das Ergebnis einer Recherche im Stadtraum von Linz zu den gegenwärtigen Umbaumaßnahmen. Durch die Verwaltungsreform großer Dienstleistungsunternehmen, Bauvorhaben und Umzüge geht die Stadt in eine Phase der partiellen urbanen Neuformatierung. Allen Erwartungen nach haben diese Veränderungen Rückwirkungen auf das allgemeine Verständnis einer städtischen Öffentlichkeit. Allein die Übersiedlung von über 2000 MitarbeiterInnen aus Amtsräumen der Innenstadt in ein großes Zentrum am Bahnhof bedeutet auch die Rückführung solcher Arbeitsräume in andere Nutzungen. Der Verkauf staatlicher Betriebe wie der Austria Tabak oder der Voest an private Firmen hat Institutionen wie die Kunstuniversität zur Suche neuer Standorte gezwungen.
Diese großen Veränderungen lassen naturgemäß breiten Spielraum für Gerede und Gerüchte, die Andrea van der Straeten sammelte und in der Ausstellung dokumentiert.

(Zusätzliche Gerüchtesammler: Clemens Mock, Bettina Steinmaurer)

Andrea van der Straeten
geb. 1953 in Trier/D, lebt und arbeitet in Wien und Linz
Studium der Germanistik und Politikwissenschaften in Marburg, der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie ein Postgraduate an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.
seit 2002 Professur für Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz.

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