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Das
Aufdecken und Darstellen politisch-ökonomischer Machtsysteme wurde
zum Hauptthema des im Jahr 2000 in New York verstorbenen Künstlers
Mark Lombardi.
Seine komplexen Organigramme, die mitunter bis zu 300 Namen von Konzernen,
Firmenchefs und politischen Repräsentanten enthalten, basieren auf
mehrjähriger Recherche. Obwohl er sich offiziell nicht der weltweiten
Bewegung der Globalisierungsgegner anschloss, ging es Mark Lombardi stets
darum, weltweit existierende Netzwerke von Waffenschmugglern und Geldwäschern
und deren mafios organisierten Strukturen auf möglichst einfache
Weise darzustellen.
Im Zuge seines Studiums der Kunstgeschichte an der Syracuse University
begann er für eine Ausstellung über den Watergate Skandal in
den 70er Jahren in Akten zu wühlen, um schließlich gezielt
nach politischer Literatur zu suchen.
Aus dem so akkumulierten Wissen legte er ein umfangreiches System von
Karteikarten an, das bald mehrere tausend Einzelbiografien und Detaildiagramme
enthielt.
Ohne die Unterstützung von Computerprogrammen erarbeitete Lombardi
auf der Basis dieses Grundlagenwissens eine neue Form von Historienbild.
Mit Pfeilen und Verbindungslinien macht er höchst komplizierte Zusammenhänge
als machtpolitische Verkettungen verstehbar.
Mark Lombardi,
geb. 1951 in Syracuse, New York
verstorben 2000
derzeit tourt eine von Independent Curators International, NY zusammengestellte
retrospektive Ausstellung durch mehrere Museen und Ausstellungsräume
in den USA und Canada, z.B. Museum of Contemporary Art Cleveland, The
Drawing Center, New York, Art Gallery of Ontario (Toronto)
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