Ken Lum
Mirror Works, 1998,
mirror, wood, photos, 46 x 37 cm resp. 137 x 100 cm,
courtesy: Andera Rosen Gallery, New York

Ken Lum: Mirror Works, 1998
Foto: Saxinger

Ken Lum führt uns den Spiegel sowohl als Gegenstand als auch als Metapher der räumlichen Spiegelung vor. Indem mehrere 'Mirror Works' (1998) zueinander in einem Verhältniss der Korrespondenz gehängt werden, thematisiert er einerseits den Bildraum durch den einfachen Akzent des Holzrahmens und dekonstruiert andererseits den Umraum, der sich vielfältig verzweigt und endlos ausweitet.

"The mirror is an utopia as much as it is a place without a place. In the mirror I see myself where I am not: in an unreal space which appears virtually behind the surface; I am there where I am not, a kind of shadow that endows me with my own visibility, shows me where I am absent. But the mirror sends me back to the place I am actually occupying; from the mirror I discover myself to be absent in the place where I am, as I see myself there".

Die vom Künstler hinzugefügten, anonymen Familienphotos, welche in den Holzrahmen gesteckt sind, schaffen eine weitere Bedeutungsebene, die wie ein narrativer Schleier zwischen Raum und Raumspiegelung hängt. Das eigene Gegenüber (das andere Ich im Spiegel) verstrickt sich in der sentimentalen Umgebung 'fremder' Snapshots. Realiät und Fiktion, Schichtung und Ge-Schichte, Vorder- und Hintergrund verschmelzen ineinander.

Ken Lum (°1956 / Can, Vancouver)