Oscar Muñoz
Re/trato
, 2003
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  Ereignisse und Dinge, die in Bewegung sind, die einen Beginn, aber keine eindeutige Gestalt und kein Ende haben – sind Themen von Oscar Muñoz. In Re/trato ist es der vergebliche Versuch, ein Portrait mit Wasser auf Stein zu fixieren. Eine ewige Wiederholung der gleichen Bewegung, die niemals ans Ziel kommt. Muñoz betont das frustrierende Moment, das in der Wiederholung steckt und wie eine spielerische Variante des Mythos von Sisyphus wirkt. Genaugenommen wird aber nicht dasselbe wiederholt. Das Gesicht, das immer wieder aufgepinselt wird, wird fortlaufend, so der Künstler, aus der Erinnerung rekonstruiert und unterscheidet sich deshalb vom vorhergehenden.
Muñoz, der sich theoretisch und künstlerisch immer wieder mit Fotografie beschäftigt hat, verweist damit auf die Unmöglichkeit, das Gegenüber, den Anderen, die Welt eindeutig einzufangen.
51. Biennale Venedig, 2005

Oscar Munoz, geboren 1951 in Popayàn, Kolumbien, lebt und arbeitet in Kali.