Muratbek Djoumaliev & Gulnara Kasmalieva
Trans Siberian Amazons
, 2004
Videoinstallation
 
   

Muratbek Djoumaliev & Gulnara Kasmalieva
Trans Siberian Amazons, 2004
Die auf der Biennale Venedig im erstmals installierten zentralasiatischen Pavillon gezeigte Arbeit nimmt die Situation der Kofferhändlerinnen in Kirgisien auf und übersetzt diese in eine Rauminstallation mit drei Monitoren.
Nach der Auflösung der Sowjetunion und der Liberalisierung des Marktes fiel der Lebensstandard der Bevölkerung rapid, die Aneignung bisher unbekannter Marktmechanismen wurde zur Überlebens-Notwendigkeit. Eine neue Form des Handels, sogenannte „Kofferhändlerinnen“ überschwemmen den Markt mit importierten Waren. Die unaufhörliche Migration zwischen Produzenten und Konsumenten zwingt diese Kofferhändlerinnen, riesige Distanzen zu überwinden, oft mehrere Grenzen zu überschreiten und praktisch alle Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs zu benützen. In Zügen in ganz Asien begegnet man solchen Frauen, sie tragen karierte chinesische Taschen voll Waren aus China.
51. Biennale Venedig, 2005

Muratbek Djoumaliev, geboren 1965 in Bischkek/Kirgisistan & Gulnara Kasmalieva geboren 1960 in Bischkek/Kirgisistan; leben und arbeiten dort.