| Tania Bruguera Poetic Justice, 2002 – 2003 Videoinstallation |
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Die in Havanna lebende Tania Bruguera ist mittlerweile
eine der bekanntesten Künsterlnnen Kubas. Sie arbeitet va. mit Installationen,
aber auch Performances und Zeichnungen. Ihre Arbeit ist eine Reflexion ihrer
kulturellen Umgebung, in der sie das Verhältnis von Ideologie und Macht
(durchaus auch aus feministischer Perspektive), aber auch Emigration und
Postkolonialismus thematisiert. Sie steht damit in der Tradition von KünstlerInnen,
die kulturwissenschaftliche Themen aufgreifen und in ihrer Arbeit künstlerisch
übersetzen. Die Idee für die Installation
Poetic Justice entstand bei einem Aufenthalt in Indien, und reflektiert
eine koloniale Situation. Der Teebeutel in Indien wird zu einer perfekten
Metapher für das Verhältnis von Kolonialherren und Kolonialisierten,
ein Verhältnis, das sich nicht nur durch (einseitigen) wirtschaftlichen
Transfer sondern auch durch kulturelle Übernahmen und Umdeutungen
beschreiben lässt. Bruguera zeigt, wie das Produkt Tee als eine indische
Tradition nach England gebracht und dort zur einer original britischen
Ware uminterpretiert wurde. Zurück in Indien mutierte der Tee zu
etwas Fremdem – zu einem „elitären“ Produkt der
Kolonialmacht. Die historische Ebene fügt sie über 8 teesäckchengroße
Monitore, auf denen Filmmaterial aus unterschiedlichen Zeiten und Orten
gezeigt wird, ein. Tania Bruguera, geboren 1968 in Kuba, lebt und
arbeitet in Havanna u. Chicago |
| Johanna Billing, Candice Breitz, Tania Bruguera, Chen Chieh-jen, Donna Conlon, José Damasceno, Calin Dan, Muratbek Djoumaliev & Gulnara Kasmalieva, Juan Manuel Echavarría, Qin Ga, Diango Hernandez, Markus Huemer, Karl-Heinz Klopf, Isabelle Krieg, Yaron Leshem, Maider López, Jakub Moravek, Oscar Muñoz, Deimantas Narkevicius, Adrian Paci, Robin Rhode, Gerwald Rockenschaub, Black Market World | |