Johanna Billing
Magical World
, 2005
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Johanna Billing
Magical World, 2005

Melancholie begleitet Johanna Billings Interpretationen von sich wandelnden gesellschaftlichen Situationen. In ihren präzise konzipierten Filmen porträtiert sie Menschen in gestellten Situationen mit komplexen Hintergründen. Die extrem konzentrierten Handlungen bewegen sich zwischen Dokumentation und Fiktion.

Der im O.K präsentierte Film nimmt den 1968 vom Afroamerikaner Sidney Barnes komponierten Song „Magical World“ auf, der zwar nicht explizit politisch ist, aber zu einem Symbol der 68er Generation wurde. Der Film, 2005 in Zagreb gedreht, bewegt sich zwischen Aufnahmen einer Kindergruppe in einem Musikraum, die diesen Song wiedergibt, und Außenansichten eines Kulturzentrums. Der sozialistische Repräsentationsbau aus den 80er Jahren ist einer der größten seiner Art und steht in Kontrast zu dem Aufbruch, den die kroatischen Kinder mit dem Lied anstimmen.
9. Istanbul Biennale, 2005

Johanna Billing, geboren 1973 in Jönköping, Schweden, lebt und arbeitet in Stockholm
http://www.makeithappen.org/johannabilling.html