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Herbst / Winter 2015

 

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Herbst / Winter 2015
 

Kunst in die Stadt!
Gespräche zum Höhenrausch
Herbst / Winter 2015

Von der High Line in New York bis zum Höhenrausch in Linz: Seit einigen Jahren wird „Stadt“ neu entdeckt. Abgelegene, aufgelassene, unzugängliche oder devastierte urbane Zonen werden zu den neuen Hot Spots.

2007 startete das OK mit Schaurausch eine neue Form von Ausstellungen in Linz, 2015 gibt es zum fünften Mal Höhenrausch auf den Dächern der Stadt. Grund genug, die Erfolgsgeschichte dieses populären Formats in einen internationalen Zusammenhang zu stellen.

Eine Gesprächsreihe bringt anerkannte Persönlichkeiten aus Kunst, Architektur und Stadtentwicklung nach Linz. Darunter Didier Faustino (Paris/Lissabon), Kasper König (Skulptur Projekte Münster), Sonja Beeck (Universität Kassel), Elizabeth Diller (DILLER SCOFIDIO + RENFRO), Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin) und Martina Löw (TU Berlin) – sie alle sprechen über ihre Projekte und ihre Erfahrungen mit städtischen Interventionen. Kuratorin: Julia Stoff

Do, 20.11.2014, 19.00 Uhr Didier Faustino
Do, 26. Februar 2015 Kasper König
Do, 12. März 2015, 19.00 Uhr Benjamin Foerster-Baldenius
Di, 21. April 2015, 19.00 Uhr Sonja Beek
Mo, 11. Mai 2015, 19.00 Uhr Martina Löw
Di, 23. Juni 2015, 19.00 Uhr Liz Diller (Diller Scofidio + Renfro)
Do, 01. Oktober 2015, 19.00 Uhr Christoph Doswald
Mi, 25. November 2015, 19.00 Uhr Christoph Thun-Hohenstein

Videodokumentation auf www.dorftv.at.



Christoph Thun-Hohenstein
Leiter des Museums für angewandte Kunst Wien (MAK)
im Gespräch mit Martin Sturm. künstlerischer Leiter OÖ Kulturquartier

Thun-Hohenstein

Christoph Thun-Hohenstein
© Aleksandra Pawloff/MAK

25.11.2015, 19.00 Uhr

 

Was kann eine neue Biennale leisten?
Über die Motive zur Gru╠łndung der Vienna Biennale (2015) als Dreispartenbiennale,
über ihre Struktur und die inhaltlichen und finanziellen Herausforderungen, über ihre wichtigsten Ergebnisse und über wesentliche Erkenntnisse fu╠łr die nächste Vienna Biennale (2017).

Dr. Dr. Christoph Thun-Hohenstein (* 1960) ist seit 2011 Direktor des MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst. Für das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten der Republik Österreich hatte er Auslandsposten in Abidjan, Genf und Bonn inne. Von 1999 bis 2007 war er Direktor des Austrian Cultural Forum New York, danach Geschäftsführer von departure, der Kreativagentur der Stadt Wien. Christoph Thun-Hohenstein publizierte insbesondere zur europäischen Integration sowie zu Themen zeit­genössischer Kultur und Kunst.


  

Christoph Doswald: Kampfzone öffentlicher Raum
im Gespräch mit Thomas Edlinger, Radiomacher, Autor und Kurator, designierter Leiter des donaufestival in Krems

Christoph Doswald

Christoph Doswald: © Rémy Markowitsch

01.10.2015, 19.00 Uhr

 

Über Hafenkräne, Nagelhäuser, Kunst-Genossenschaften, Volksabstimmungen: Mit welchen Strategien lässt sich Kunst im öffentlichen Raum kuratieren und vermitteln – und wie gilt es, auf gescheiterte Projekte zu reagieren. Ein Gespräch über den Umgang mit Kunst in Zürich.

Die Vorlesungen sind eine Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, Institut für Kunst und Bildung / Künstlerische Praxis.

Christoph Doswald (*1961, Baden), ist Kurator, Dozent und Publizist. Er arbeitet an den Schnittstellen von Kunst und Gesellschaft und lebt – nach Abstechern nach Marseille und Berlin – seit 2005 in Zürich. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zur Kunst und Kultur der Gegenwart, u. a. Double Face, The Story About Fashion and Art (2006), Press Art (2010), Wohin mit der Skulptur (2011); ART AND THE CITY, A Public Art Project (2012), TRIPLE A: ART ALTSTETTEN ALBISRIEDEN (2015). Christoph Doswald ist seit 2009 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich. Derzeit teilt er mit Christian Jankowski eine Professur an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart.

www.artandthecity.ch
www.zuerich.ch/kioer

Hafenkran

Dystopia Stalker

zürich-transit-maritim, Der Hafenkran, Zürich 2014
(Foto: © Cédric Eisenring/Stadt Zürich, Kunst im öffentlichen Raum)
Lori Hersberger, Dystopia Stalker, 2013
(Foto: © Cédric Eisenring/Stadt Zürich, Kunst im öffentlichen Raum)

 

Kasper König
im Gespräch Martin Heller

Skulptur Projekte Münster, 1997 Jorge Pardo, Pier Foto: Roman Mensing / artdoc.de

Do, 26. Februar 2015, 19.00 Uhr, OK Saal

 

Skulptur Projekte Münster, 1997
Jorge Pardo, Pier
Foto: Roman Mensing / artdoc.de

Über Lieblingswerke aus den bisherigen Ausgaben von Skulptur Projekte Münster – ein fast schon legendäres Ausstellungsformat, das seit 1977 alle zehn Jahre stattfindet und die Entwicklung der Kunst im öffentlichen Raum beeinflusst und aufgenommen hat.

Prof. Kaspar König

Kasper König, Foto: Michael Dannenmann

Prof. Kasper König (*1943, lebt in Berlin) ist Kunstprofessor und Kurator. 1985 wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Düsseldorf berufen. Drei Jahre später wurde er Gründungsdirektor der Ausstellungshalle Portikus und Professor an der Städelschule Frankfurt, die er ab 1989 als Rektor leitete. König organisierte bedeutende Großausstellungen, darunter Westkunst 1981. 1977 initiierte er mit Klaus Bußmann die Skulptur.Projekte Münster, die er 1987, 1997 und 2007 kuratierte, wie auch die kommende Ausgabe 2017. Von 2000 bis 2012 war König Direktor des Museum Ludwig in Köln und kuratierte 2014 die 10. Edition der europäischen Wanderbiennale Manifesta in St. Petersburg (Russland).

Martin Heller (*1952, lebt in Zürich und Berlin) ist Kurator und Kulturunternehmer. Er war ab 1986 Kurator und später ­Direktor am Museum für Gestaltung Zürich, danach künstlerischer Direktor der Schweizer Landesausstellung Expo.02 sowie Intendant von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas. Heller arbeitet aktuell u.a. an der Inhaltsplanung für das Humboldt-Forum, Berlin.

hellerenter.ch


 

Benjamin Foerster-Baldenius (raumlaborberlin)
im Gespräch mit Peter Arlt

raumlaborberlin, Marathon Camp Graz, Steirischer Herbst, 2012

raumlaborberlin, Marathon Camp Graz,
Steirischer Herbst, 2012
Do, 12. März 2015, 19.00 Uhr, OK Deck

 

Über die Arbeit des Architektenkollektivs raumlaborberlin, das an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Stadtentwicklung ungewöhnliche Werkzeuge und Experimente entwickelt, die soziale Interaktion und öffentliche Aneignungsprozesse im Stadtraum ermöglichen.

Benjamin Foerster-Baldenius

Benjamin Foerster-Baldenius

Benjamin Foerster-Baldenius (*1968, lebt in Berlin) ist darstellender Architekt. Nach dem Studium an der Technischen Universität und Hochschule der Künste Berlin sowie der Königlichen Dänischen Kunstakademie Kopenhagen, gründete er 1999 das Institut für angewandte Baukunst und wurde Mitglied von raumlaborberlin. 2000 bis 2003 war Foerster-Baldenius künstlerischer Projektleiter am Thaliatheater Halle/Saale. Neben diversen Lehrtätigkeiten leitet er regelmäßig Projekte, Workshops und Seminare im In- und Ausland und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

raumlabor.net

Peter Arlt (*1960, lebt in Linz) praktiziert angewandte Soziologie im öffentlichen Raum – meist in Eigenauftrag und in Zusammenarbeit mit anderen. In den letzten Jahren vermehrt langfristige Stadtentwicklungsprojekte, unter anderem seit 2006 Quartiersentwicklung Franckviertel, Linz.

peterarlt.at


 

Sonja Beek
im Gespräch mit Angelika Fitz

Sonja Beeck, chezweitz GmbH, IBA Stadtumbau, 2010 Drive Thru Gallery in ­Aschersleben mit einem Gemälde von ­Christopher Winter, Foto: Doreen Ritzau

Sonja Beeck, chezweitz GmbH,
IBA Stadtumbau, 2010
Drive Thru Gallery in ­Aschersleben mit einem Gemälde von ­Christopher Winter
Foto: Doreen Ritzau

Di, 21. April 2015, 19.00 Uhr, OK Deck

 

Über die Perspektiven von Klein- und Mittelstädten in einer Zeit vehementer Ver­än­der­ungen sowie über die Chancen von StadtmacherInnen – anhand von Ein­drücken, Initiativen und Praxisbeispielen der Internationalen Bauausstellung Sachsen-­Anhalt 2010.

Sonja Beeck, Foto: Theresa Becherer

Sonja Beeck, Foto: Theresa Becherer

Sonja Beeck (*1965, lebt in Berlin) studierte Architektur in Aachen und Karlsruhe. Für die IBA Stadtumbau 2010 entwickelte sie acht Jahre lang Szenarien und Projekte für 19 schrumpfende Städte in Sachsen-Anhalt. Nach einer Gastprofessur an der Universität Innsbruck für Städtebau und Regionalplanung, lehrte sie an der Universität Kassel Stadt- und Regionalplanung und entwickelte für die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2011 ein Konzept für eine IBA Berlin 2020 mit. Seit 2013 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin des Büros für urbane Szenografie chezweitz GmbH und Geschäftsführerin der ersten Gewerbebaugruppe FRIZZ20 GbR in Berlin.

sonjabeeck.com

Angelika Fitz (*1967, lebt in Wien) ist Kulturtheoretikerin, Autorin und Kuratorin, seit 1998 mit eigenem Büro in Wien. Sie entwickelt kuratorische Projekte an den Schnittstellen von Architektur, Kunst und Urbanismus für internatio­nale Museen, Ministerien, Gemeinden und Kulturinstitute. Neben internationaler Publikations-, Lehr- und Vortragstätigkeit ist Fitz Gastprofessorin am future.lab der TU Wien.

angelikafitz.at


 

Martina Löw
im Gespräch mit Genoveva Rückert

Martina Löw, Foto: Michael Pasternack

Martina Löw, Foto: Michael Pasternack
Mo, 11. Mai 2015, 19.00 Uhr, OK Deck

 

Über die Eigenlogik von Städten als Voraussetzung ihrer Entwicklung, über Strukturen Ähnlichkeiten und städtisches Konkurrenzverhalten sowie die Frage, worin und warum sich Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Städte eigentlich unterscheiden.

Martina Löw (*1965, lebt in Berlin) ist Professorin für Soziologie an der Technischen Universität Berlin. Ihre Forschungsgebiete sind soziologische Theorie, Stadtsoziologie, Raumtheorie und Kultursoziologie. Sie hatte Fellowships und Gastprofessuren u.a. in Gothenburg (Schweden), Salvador (Brasilien), St. Gallen (Schweiz), Paris und Wien. Von 2011 bis 2013 war Löw Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Soziologie und wirkt als Beraterin in verschiedenen Stadtentwicklungsprojekten mit. Ihre wichtigsten Veröffentlichungen: Soziologie der Städte, 2010 und Raumsoziologie, 2001, beide erschienen bei Suhrkamp.

Genoveva Rückert (*1974, lebt in Linz) ist Kuratorin am OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich und Lehrbeauftragte für Raumtheorie an der Kunstuniversität Linz. Rückert kuratierte zahlreiche internationale Ausstellungen und zeichnet verantwortlich für die Programmentwicklung und Leitung der Abteilung für Entwicklung und Vermittlung im OÖ Kulturquartier.


 

Liz Diller (Diller Scofidio + Renfro)
im Gespräch mit Sabine Pollak

Diller Scofidio + Renfro, High Line, New York, USA

Diller Scofidio + Renfro,
High Line, New York, USA
Di, 23. Juni 2015, 19.00 Uhr, OK Deck

 

Über die interdisziplinäre Arbeit des New Yorker Büros DILLER SCOFIDIO + RENFRO zwischen Architektur, bildender und darstellender Kunst, insbesondere am spektakulären Beispiel der High Line, einer stillgelegten und neu bespielten Hochbahntrasse in Manhattan.

Liz Diller, Foto: Abelardo Morrell

Liz Diller, Foto: Abelardo Morrell

Liz Diller (*1954, lebt in New York) lehrt an der Princeton University und erhielt den „Genius Award“ der MacArthur Foundation und die Barnard-Medaille für verdienstvolle Leistungen in der Wissenschaft. Sie ist Künstlerin des Aspen Institute und Mitglied der American Academy of Arts and Letters sowie des Royal Institute of British Architects. Zu den Projekten von DS+R zählen die Neugestaltung des Lincoln Center for the Performing Arts, das Institute of Contemporary Art in Boston, die High Line in New York, Blur für die Schweizer Expo.02, das Museu da Imagem e do Som in Rio de Janeiro, die Columbia University oder das Broad Museum in Los Angeles. 2003 zeigte das Whitney Museum of American Art eine Retrospektive der Arbeiten des Studios und seiner ungewöhnlichen Praxis.

dsrny.com

Diller Scofidio + Renfro, Blur Building, Yverdon, 2002

Diller Scofidio + Renfro,
Blur Building, Yverdon, 2002

Sabine Pollak (*1960, lebt in Wien und Linz) ist Architektin und Architekturtheoretikerin. Gemeinsam mit Roland Köb führt sie das Architekturbüro Köb&Pollak Architektur in Wolfurt und Wien. Seit 2008 leitet Pollak die Abteilung Urbanistik an der Kunstuniversität Linz. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Genderforschung, Urbanistik, Wohnbau und Architekturtheorie.

 

 

 


 

Didier Faustino
im Gespräch mit Eva Schlegel und Martin Sturm

Didier Faustino

Didier Faustino
20.11.2014, 19.00 Uhr

 

Der Künstler und Architekt Didier Faustino thematisiert in seinen Arbeiten das enge Verhältnis von Körper und Raum. Seine Herangehensweise ist vielfältig und reicht von Installation bis zu Experimentalfilm, von subversiver bildender Kunst bis zu sinnschärfenden Rauminszenierungen.
Seine kritischen, fantasievollen Arbeiten, die den Weg in die Sammlungen namhafter Institutionen finden (MoMA, Calouste Gulbenkian Foundation, Serralves Foundation, Fonds National d’Art Contemporain, Musée National d’Art Moderne / Centre Georges Pompidou), ermöglichen dem Einzelnen aber auch der Gesellschaft als Ganzes neue Erfahrungen.
2002 gründete Didier Faustino das Bureau des Mésarchitectures. 2001 bekam er den Tabaqueira Preis (Lissabon) für Kunst im öffentlichen Raum, 2010 den Académie d’Architecture’s Dejean Preis (Paris).
Aktuell arbeitet Faustino an mehreren Architekturprojekten in Frankreich und international.

Geboren 1968 in Portugal, lebt und arbeitet in Paris und Lissabon.

http://www.didierfaustino.com

Eva Schlegel (*1960, lebt in Wien) hat ein Projekt für den Höhenrausch 2011 ent­wickelt und wird die Ausstellung auch 2015 mitprägen. Sie ist Vorsitzende des Universitätsrats der Kunstuniversität Linz, lehrte an der Wiener Akademie der bildenden Künste und war 2011 Kommissärin für den österreichischen Pavillon der 54. Biennale in Venedig.

http://www.evaschlegel.com


 

 

 

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