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Katalog zur Ausstellung
TSUNAMI ARCHITECTURE
Christoph Draeger
Heidrun Holzfeind
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EXTRA KINOEXTRA KINO
ART GOES CINEMA

7.2. bis 28.4.2013

Das OK | EXTRA KINO ist während Crossing Europe täglich 11.00 bis 22.00 Uhr geöffnet und mit Festival Pass oder Moviemento Kino Karte frei zugänglich.

 

7.2. - 28.4.

Tobias Putrih
"The Skin of the Invisible" Biennale São Paulo 2010/2013

Der slowenische Künstler Tobias Putrih stellt aus einfachen Materialien raumgreifende Strukturen her, die sich ambivalent zwischen Architektur, Skulptur und Display bewegen. Dabei werden, wie bei dem für das Extra Kino adaptierten Screening Room, historische Bezüge hergestellt. Die Arbeit ist für die Biennale São Paolo entstanden und bezieht sich auf den dort prägenden Architekten Oskar Niemeyer.

Tobias Putrih (*1972, Kranj, Slowenien), lebt in Cambridge, USA, findet international wachsende Beachtung. U.a. vertrat er Slowenien im Jahr 2007 auf der 52. Biennale in Venedig.
www.putrih.net

 

7.2. – 24.2.

Johan Grimonprez
"Double Take" 2009

BE/DE/NL, 2009, DigiBeta, 80 Minuten
Der Regisseur Johan Grimonprez stellt Alfred Hitchcock als paranoiden Geschichtsprofessor dar, der in der Zeit des Kalten Krieges unwissentlich in ein doppelbödiges Verwirrspiel verwickelt wird.
Parallel zum Film präsentiert das OK die 2-Kanal-Installation „a WeTube-o-theque“, eine interaktive Geschichte der Fernsteuerung.

Johan Grimonprez, Medienkünstler und Filmemacher, Gastprofessur an der School of Visual Arts in New York, lebt und arbeitet in Brüssel. www.johangrimonprez.com

 

7.2. - 28.4.

Thomas Draschan
 "Atlantis"

Der österreichische Künstler Thomas Draschan schöpft aus einem riesigen Fundus aus Bildern, Fotos, Postkarten und 16-Millimeter-Filmen und stellt in akribischer Kleinarbeit Found Footage Filme und Collagen zusammen. Nach vielen erfolgreichen Jahren im Filmbereich wendet sich Draschan vermehrt dem Bildnerischen Bereich zu und schafft nun digital verdichtete Bildwelten, indem er realistische Fragmente mit dem Imaginären des Kinos zu atmosphärischen Sehnsuchtsbildern verbindet.
Dazu wird Draschans neue Edition von Lorenz Estermann präsentiert. www.instant-edition.at/thomas-draschan

Thomas Draschan (*1967 in Linz), lebt und arbeitet, nach dem Studium bei Peter Kubelka und Ken Jacobs an der Städelschule und vielen Jahren in Frankfurt, seit 2004 in Wien. www.draschan.com

 

28.2.- 17.3.

Corinna Schnitt
"Von einer Welt (About a world)"

Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Corinna Schnitt präsentiert im OK ein Kurzfilmprogramm. „Den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeiten bilden die Untiefen des Alltagslebens und die kleinbürgerlichen bis emanzipierten Figuren, deren Selbstentwürfe sich in ritualisierten Handlungen niederschlagen. Corinna Schnitt setzt sich vor allem mit dem oberflächlich Allgegenwärtigen auseinander; wir sehen Vororte, Wohnsiedlungen, Familien- und Urlaubsfotos, Spielplätze, Verkehrsinseln oder Möbelhäuser, in denen sich die diversen Akteure bewegen. Diese Orte und menschlichen Beziehungen werden so inszeniert, dass sie sich selbst und unserer Wahrnehmung entfremden. Das Dokumentarische dieser Inszenierungen kippt dabei ins Unglaubwürdige, das Alltäglich/Gewohnte ins Unglaubliche.“ Heike Klippel

Filmprogramm:
Das schlafende Mädchen, (8 min), 2001, 
Hänschen klein (7 min), 2009,
Living a Beautiful Life (13 min), 2004,
Von einer Welt (10 min), 2008,
Tee trinken (15 min), 2012.
Videoinstallation: Once upon a time, 2005 (mit ton) als Loop

Corinna Schnitt studierte Bildende Kunst in Offenbach und Düsseldorf und ist seit 2009 Professorin für Film/Video an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

 

21.3.- 31.3.

Wilhelm Sasnal
"Short Films"

Der polnische Künstler Wilhelm Sasnal ist einer der Stars am internationalen Kunsthimmel. Parallel zu seiner Malerei hat er ein reiches filmisches Oeuvre entwickelt, das vom Experimentalfilm (in 8 oder 16 mm gedreht, oder mit Found Footage Material erstellt) bis zum Spielfilm reicht. Musik ist eine wichtige Referenz. Zuletzt hat er gemeinsam mit Anka Sasnal den Hauptpreis des Crossing Europe Filmfestival Linz für Z DALEKA WIDOK JEST PIEKNY (IT LOOKS PRETTY FROM A DISTANCE bekommen.
"For me painting is an introverted activity, which demands my complete attention. When I’m filming, I notice that I am much more open to the world and that I get more back. I need both media." (Wilhelm Sasnal)

Filmprogramm:
Europa, 16 mm, 2007
Touch me, Super 8 mm, 2002;
Several Dozen Seconds of a Badly Developed Film, 16 mm, 1997;
Let me tell you a film, 16 mm, 2007;
Untitled (Elvis), 16 mm, 2007;
6Mojave, 16 mm, 2006;
Kodachrome, Super 8 mm, 2006;
The Other Church, 16 mm, 2008;
Kacper 16 mm, 2010;
Installation: Brazil, Super 8 mm, 2005

Wilhelm Sasnal (geb. 1972 in Polen) ist vor allem für seine Malerei bekannt, deren Vorlagen er im Alltagsleben, in den Massenmedien oder in historischen Bildern findet. Die Motive reichen von Porträts seiner Angehörigen und Freunde bis zu Ikonen der Popkultur, vom aktuellen Nachrichten-Foto bis hin zu beklemmenden Kapiteln der polnischen Geschichte.

 

4.4.- 19.4.

Ming Wong
"Repeat After Me… / Sprich mir nach…"

Ausgehend vom Medium Film untersucht Ming Wong, geprägt von seiner Herkunft aus dem gemischt-ethnischen Staat Singapur, Sprache und Identität, Klischees und Stereotypen zu Rasse und Geschlecht. Das Ergebnis sind komplexe Mehrkanal-Videoinstallationen, in denen Ming Wong oft selbst sämtliche Rollen in Filmklassikern aus Asien, Europa und den USA einnimmt. Es entstehen fast absurde Situationen, die trotz der ernsten Thematik und historischen Bedeutung der Referenzfilme voller Humor stecken und die Sinne öffnen (wenn Ming Wong „Deutsch lernt“ und dabei im giftgrünen Kleid der Petra von Kant zusammenbricht und dabei ausruft: "Ich bin total im Arsch!")

Kurzfilmprogramm / single Channel:
Ham&cheesomelet (2001) 1 Min
Lerne Deutsch mit Petra Von Kant (2007) 10 Min
Angst Essen (2008) 27 Min
Devo partire. Domani (2010) 12 +
Making Chinatown (2012) 4 +
Videoinstallation: Kontakthope (2010) 22 Min

Der Videokünstler Ming Wong, (geb. 1971 in Singapur), lebt und arbeitet nach seinem Studium in London in Berlin. Er hat zahlreiche internationale Ausstellungen und Festivalbeteiligungen; u.a. bekam er eine Special Mention für seinen Pavillon auf der 53. Biennale von Venedig 2009. www.mingwong.org

 

23.4.– 28.4.

Omer Fast
"Continuity"

Während des Crossing Europe – Filmfestival Linz wird ein Höhepunkt die Präsentation des diesjährigen OK | Artist in Residence, des in Israel geborenen und in Berlin lebenden Film- und Videokünstlers Omer Fast (*1972). Bekannt wurde Fast, der bereits zur Biennale in Venedig (2011) eingeladen wurde und im renommierten Whitney Museum of American Art New York (2010) ausgestellt hat, durch seine eindrücklichen Einkanal- und Mehrfachprojektionen. in denen er die linearer Narration bricht und irritierende filmische Parabeln schafft. Neben früheren Arbeiten wird auch sein aktueller Film CONTINUITY (2012) laufen, der seine Premiere bei der diesjährigen Documenta in Kassel feierte und vom OK mitproduziert wurde. CONTINUITY hat phasenweise einen geisterhaften Touch, ist der erste Film von Omer Fast, der in Deutschland und mit deutschen Schauspielern gedreht wurde und beschäftigt sich mit einer von seinen Eltern inszenierten Heimkehr eines verstorbenen jungen Soldaten aus Afghanistan.
Omer Fast, (geb.1972 in Jerusalem/Israel), lebt seit 2001 in Berlin
www.gbagency.fr/en/42/Omer-Fast

 

28.2.– 28.4.

Renée Magaña / NOMAD
"Abstract corporeal thoughts"

Die Arbeiten der Künstlerin Renée Magaña kreisen um Körperlichkeit, Vergänglichkeit und Tod und manifestieren sich malerisch in abstrahierten körperlichen Formen. Vom dunklen Grund lösen sich die hellen Körperfragmente ins Räumliche und spielen mit Wahrnehmung und Vorstellungsvermögen. Auf Initiative von NOMAD wurde die Künstlerin und Cineastin eingeladen, den Lift als Übergang vom Untergeschoss des Kinos zum darüber liegenden Ausstellungshaus mit Kunst-Kino zu einem räumlichen Bild zusammen zu führen.

Renée Magaña (geb. 1970 in Santa Monica /USA), lebt und arbeitet seit 1987 Bern /CH. 2003 Studienabschluss an der Hochschule der Künste Bern (HKB), 2008 Gründung & Leitung von OVRA Archivs. Sie kümmert sich um die professionelle Archivierung von Werken zeit-genössischer KünstlerInnen und organisiert regelmäßig projektorientierte Zusammen-schlüsse mit anderen Kunstschaffenden.
www.ovra-archives.com/Magana_Renee

NOMAD, ein Projekt des Schweizer Künstlers Alain Jenzer, ist eine Ausstellungsreihe für ortspezifische Kunst. Im Rahmen von NOMAD finden an wechselnden Orten temporäre Interventionen statt, die neue Perspektiven auf die bespielten Orte und die Arbeit der eingeladenen KünstlerInnen eröffnen. www.nomad-project.ch

 

 

Screenings täglich von 19.00 – 22.00 Uhr, ohne Pause
Kartenpreis 2,- / 1,- Euro
Moviemento BesucherInnen gehen FREI ins Extra Kino.

Eine Kooperation mit Moviemento Programmkino.

 

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